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Schmuck

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Re: Schmuck

Beitrag von Ralf-abc » Do 21. Nov 2019, 00:14

Die hier zu lesenden Aussagen über Schönheit im Zusammenhang mit der Evolution finde ich irgendwie irritierend.

Schönheit an sich bringt keinen evolutionären Vorteil. Vielmehr ist es bei der Partnerwahl entscheidend, den Partner danach auszusuchen, dass der gesunde Kinder zeugen/zur Welt bringen und diese aufziehen/versorgen kann.
Schönheit ist hierbei einfach ein äußeres Anzeichen für Gesundheit. Im Tierreich ist z.B. ein prächtiger Hahnenkamm oder ein prächtiges Gefieder ein Anzeichen für Gesundheit, denn nur ein körperlich gesundes Tier ist in der Lage körperliche Energie in die Ausbildung solcher Merkmale zu stecken. Vergleichbar ist es bei Tieren, bei denen das Männchen vor der Paarung ein Nest baut. Nur ein Männchen, das gesund und kräftig ist, ist körperlich in der Lage, ein aufwändiges Nest zu bauen.
Und das ist beim Menschen im Prinzip nicht anders. Jemand der Zeit und Geld hat um sich um sein Äußers zu kümmern und dieses mit diversen "Tricks" noch aufzuwerten, ist doch als potenzieller Partner für die Aufzucht von Kindern interessanter, als jemand, der den ganzen Tag darauf verwenden muss, durch harte Arbeit irgend wie über die Runden zu kommen und dabei die eigene Gesundheit zu ruinieren.

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Re: Schmuck

Beitrag von Bummler » Do 21. Nov 2019, 09:29

Zett hat geschrieben:Die Evolutionstheorie von Darwin habe ich so verstanden, dass ein bestimmter Vorteil (wie hier Schmuck bzw. Schönheit) zu einer höheren Vermehrungsrate führt.


Ja nur, dass eine hohe Vermehrungsrate eben noch kein evolutionärer Vorteil ist. Die Masse macht es nicht, die Anpassung macht es. Es überleben nicht die, die viel reproduzieren, sondern die, die sich ändern, also anpassen können.

 
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Re: Schmuck

Beitrag von Ralf-abc » Do 21. Nov 2019, 10:25

Bummler hat geschrieben:Ja nur, dass eine hohe Vermehrungsrate eben noch kein evolutionärer Vorteil ist. Die Masse macht es nicht, die Anpassung macht es. Es überleben nicht die, die viel reproduzieren, sondern die, die sich ändern, also anpassen können.

Wobei die Evolution bei dieser Anpassung mit Mutationen arbeitet, also Veränderungen von einer Generation auf die nächste. Da ist eine höhere Vermehrungsrate sicherlich nicht von Nachteil.

 
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Re: Schmuck

Beitrag von Oscar » Do 21. Nov 2019, 10:37

Also ich musste mich auch schon oft anpassen im Leben, mutiert bin ich deshalb noch nicht. :D

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Re: Schmuck

Beitrag von Zett » Do 21. Nov 2019, 20:13

Oscar hat geschrieben:Also ich musste mich auch schon oft anpassen im Leben, mutiert bin ich deshalb noch nicht. :D
Wird noch, Geduld! :D

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Re: Schmuck

Beitrag von Zett » Do 21. Nov 2019, 20:16

Ralf-abc hat geschrieben:Schönheit an sich bringt keinen evolutionären Vorteil. Vielmehr ist es bei der Partnerwahl entscheidend, den Partner danach auszusuchen, dass der gesunde Kinder zeugen/zur Welt bringen und diese aufziehen/versorgen kann.
Schönheit ist hierbei einfach ein äußeres Anzeichen für Gesundheit.
Du widersprichst Dich mit diesen Sätzen. Wenn Schönheit ein äußeres Anzeichen von Gesundheit ist und Gesundheit ein evolutionärer Vorteil, dann ist Schönheit ein evolutionärer Vorteil.

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Re: Schmuck

Beitrag von Zett » Do 21. Nov 2019, 20:17

Aria hat geschrieben:
Zett hat geschrieben:Außerdem ist beim Menschen spätestens seit der Pille so gut wie keine Evolution mehr vorhanden, da gezielt Kinder verhindert werden können und verhindert werden. Das führt dazu, dass gerade besonders häufig bei den Schönen, Reichen und Gebildeten bewusst keine oder wenig Kinder gezeugt werden.
Nein, richtig ist vielmehr, dass die Schönen und Reichen besonders viele Kinder haben. Weil sie sich das leisten können.
Frag mal guenni, was er zu Deiner Aussage für eine Frage hat!

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Re: Schmuck

Beitrag von Zett » Do 21. Nov 2019, 20:20

Bummler hat geschrieben:
Zett hat geschrieben:Die Evolutionstheorie von Darwin habe ich so verstanden, dass ein bestimmter Vorteil (wie hier Schmuck bzw. Schönheit) zu einer höheren Vermehrungsrate führt.


Ja nur, dass eine hohe Vermehrungsrate eben noch kein evolutionärer Vorteil ist. Die Masse macht es nicht, die Anpassung macht es. Es überleben nicht die, die viel reproduzieren, sondern die, die sich ändern, also anpassen können.
Vermehrungsrate UND Anpassung sind beides evolutionäre Vorteile, wobei die Vermehrungsrate die typische Folge von guter Anpassung ist. Die Masse macht es meistens sehr wohl, weil sie die Lebensgrundlage konkurrierender Lebewesen verringert.

 
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Re: Schmuck

Beitrag von Eule » Do 21. Nov 2019, 23:29

Durch einen techn. Fehler kann ich jetzt erst meinen Beitrag hier posten.

@ Bummler
Das Leben ist nicht nur an der Rationalität ausgerichtet. Es gehört die Emotionalität dazu. Wäre das Leben nur nach der Vernunft organisiert, dann wäre es ein sehr kaltes und herzloses Leben.

Nicht die Größe oder die Art des Schmuckes sind letztendlich entscheidend, sondern der Grund warum man Schmuck trägt.
Ja, warum trägt man Schmuck. Das erste Argument ist, weil es einem selbst gefällt. Es ist somit ein Ausdruck meiner Lebensfreude und meiner Selbstschätzung. Das zweite Argument ist, dass ich mit dem Tragen des Schmuckes meinem Gegenüber eine Ehrerbietung bringe. Ich zeige ihm, dass ich ihn Wertschätze, in dem ich ihm ein schönes Bild von mir entgegen bringe. Ein drittes Argument zielt auf eine nonverbale Botschaft an eine Gruppe. Ich zeige dieser Gruppe meine Ehrerbietung und unterstreiche mit meinem Schmuck die feierliche Stimmung dieser Zusammenkunft. Drei unterschiedliche positive Aspekte zum Tragen von Schmuck.

Natürlich kann man zum Schmuck auch negative Aspekte vortragen. Aber es ist so wie im Leben überall, man kann Gegenstände, Meinungen und Haltungen auch missbrauchen und dieses Missbrauch zum Leitbild des Lebens machen. Aber muss man dieses wirklich?

Was mich aber doch interessieren würde: Wozu trägt man einen Siegelring?
Wozu man einen Siegelring trägt kann ich nicht beantworten. Ich kann nur sagen, wozu ich diesen Trage. Mein Siegelring ist eine Petschaft und trägt das Wappen meiner Familie. In der Vergangenheit habe ich Briefe, die auf dem Postweg nicht verloren gehen dürfen, abgesiegelt und so dafür gesorgt, dass es möglich war nachzuvollziehen, wer diesen Brief als letzter in der Hand hatte. Dieses ist der praktische Aspekt eines Siegelringes. Ich trage diesen aber auch als ein Zeichen der Verbundenheit mit meiner Familie. Denn das Wappen ist nichts anderes als ein Ausweis des Familiennamens. Eine weitere Bedeutung hat ein Siegelring nicht.


@ Aria
Der von dir verlinkte Artikel ist wunderbar. :D Er beschreibt die Problematik "Luxus" gut, denn in der Tat ist die Frage, was "Luxus" nicht eindeutig zu beantworten. Ich habe mal diese Begründung gehört: "Luxus ist alles, was man nicht nötigerweise zum Leben braucht." Zugegeben, eine sehr weite Definition, aber ich halte sie für zutreffend.


@ Ha-Be
Ein großer Ring um den Sack bspw. aber schon.
Auch ich bin kein Freund von Intimschmuck. Aber deswegen muss ich diesen nicht ausdrücklich ablehnen.

 
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Re: Schmuck

Beitrag von Eule » Fr 22. Nov 2019, 00:12

@ Zett
Schmuck ist letztendlich nie etwas anderes als der Versuch, damit die Aussichten bei der Partnersuche zu verbessern - und damit hat er während der Ausübung der klassischen, gesundheitsorientierten Freikörperkultur nichts zu suchen - weil diese nicht sexorientiert ist!
Siehst du hier den Schmuck nicht zu einseitig? Auch kann ich von mir nicht behaupten, dass der Schmuck eine Bedeutung bei meiner Partnerwahl gespielt hat. Für mich war etwas Anderes wichtig.

Oscar hat geschrieben:
Zett hat geschrieben:Es bleibt dabei: Schmuck ist letztendlich nie etwas anderes als der Versuch, damit die Aussichten bei der Partnersuche zu verbessern - und damit hat er während der Ausübung der klassischen, gesundheitsorientierten Freikörperkultur nichts zu suchen - weil diese nicht sexorientiert ist!
Und wenn verheiratete Schmuck tragen, was ist das dann?
Dann ist das nichts anderes. Mit dem Schmuck will man die Attraktivität für den Partner erhöhen (im Verhältnis zu ohne Schmuck), um ihn zu halten - und meist auch die Attraktivität für/gegenüber anderen, um sich selbst bestätigt zu fühlen (sexy zu sein) oder auch, um mögliche neue Partner kennenzulernen.
Na, jetzt verteidigst du deine Position auf eine sehr einseitige und enge Aussage. Für dich scheint der Schmuck nur ein Mittel zu sein, den Anderen zu betören und diesen von der eigenen sexuellen Potenz zu überzeugen. Ich kann diesem deinem Gedanken nicht beitreten, ich halte diesen so für nichtzutreffend.

Die Evolutionstheorie von Darwin habe ich so verstanden, dass ein bestimmter Vorteil (wie hier Schmuck bzw. Schönheit) zu einer höheren Vermehrungsrate führt.
Das würde ich hier so nicht sehen. Es geht bei der Schönheit nur darum, sich gegen Konkurrenten durchzusetzen und so einen Sexualpartner zu finden.
Das hat weder etwas damit zu tun, dass damit nun gleich alle weniger Schönen aussterben, noch mit anderen Eigenschaften wie das Fittsein oder sonstiges.
Die Schönheit dient hier als Ausweis der Gesundheit und der Fitness.

Außerdem ist beim Menschen spätestens seit der Pille so gut wie keine Evolution mehr vorhanden, da gezielt Kinder verhindert werden können und verhindert werden.
Eine Aussage, die ich so nicht unterstützen kann. Die Möglichkeit ungewollte Schwangerschaften und Geburten zu vermeiden, ist kein Hindernis für die Evolution. Die Evolution nutzt nur die lebenden Mitglieder einer Art.
Das führt dazu, dass gerade besonders häufig bei den Schönen, Reichen und Gebildeten bewusst keine oder wenig Kinder gezeugt werden.
Mir liegen keine soziologische Erkenntnisse vor, die diese deine Theorie bestätigen würden.


@ Aria
Nein, richtig ist vielmehr, dass die Schönen und Reichen besonders viele Kinder haben. Weil sie sich das leisten können.
Diese deine Gegenposition zu Zett kann ich ebenfalls nicht bestätigen. Ich halte auch diese deine Aussage, wie die von Zett, für nichtzutreffend.


@ Ralf
Deinem Beitrag kann ich vorbehaltlos zustimmen. :D


@Zett
Ralf-abc hat geschrieben:
Schönheit an sich bringt keinen evolutionären Vorteil. Vielmehr ist es bei der Partnerwahl entscheidend, den Partner danach auszusuchen, dass der gesunde Kinder zeugen/zur Welt bringen und diese aufziehen/versorgen kann.
Schönheit ist hierbei einfach ein äußeres Anzeichen für Gesundheit.
Du widersprichst Dich mit diesen Sätzen. Wenn Schönheit ein äußeres Anzeichen von Gesundheit ist und Gesundheit ein evolutionärer Vorteil, dann ist Schönheit ein evolutionärer Vorteil.
Die Aussage von Ralf ist schon richtig und birgt keinen Widerspruch in sich. Denn die Schönheit ist nur solange ein Auswahlkriterium, solange eine Auswahl besteht. Entfällt die Auswahl so entfällt auch das Auswahlkriterium.

Vermehrungsrate UND Anpassung sind beides evolutionäre Vorteile, wobei die Vermehrungsrate die typische Folge von guter Anpassung ist.
Die Vermehrungsrate ist abhängig vom Nahrungsangebot und dem Druck auf die Art. Die Anpassung ist eine Entwicklung auf veränderte Umweltbedingungen. Zwei völlig unterschiedliche Aussagen und Sachverhalte, die du nicht so unkritisch miteinander befinden solltest.

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