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Sexuelle Belästigung und warum ich wieder gehen werde.

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Re: Sexuelle Belästigung und warum ich wieder gehen werde.

Beitrag von Shiva205 » Fr 19. Mai 2017, 17:01

... dass jetzt angelblich die Frivolen das Forum übernommen haben ...
Ich hab gerade mal recherchiert, was "frivol" eigentlich bedeutet. Der Begriff ist ambivalent und bezeichnet eine Persönlichkeitseigenschaft. Einerseits geht er in die Richtung "frech", "übermütig", "schamlos" ..., andererseits drückt er aber auch Selbstbewusstsein, Offenheit und Entschlossenheit aus.

Die Ambivalenz sieht man auch daran, was als Gegenteil von "frivol" betrachtet wird: bedacht, sorgfältig, überlegt, berechnend, egozentrisch, eigennützig.

 
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Re: Sexuelle Belästigung und warum ich wieder gehen werde.

Beitrag von Campingliesel » Mo 29. Mai 2017, 17:39

Shiva205 hat geschrieben:
... dass jetzt angelblich die Frivolen das Forum übernommen haben ...
Ich hab gerade mal recherchiert, was "frivol" eigentlich bedeutet. Der Begriff ist ambivalent und bezeichnet eine Persönlichkeitseigenschaft. Einerseits geht er in die Richtung "frech", "übermütig", "schamlos" ..., andererseits drückt er aber auch Selbstbewusstsein, Offenheit und Entschlossenheit aus.

Die Ambivalenz sieht man auch daran, was als Gegenteil von "frivol" betrachtet wird: bedacht, sorgfältig, überlegt, berechnend, egozentrisch, eigennützig.


Wenn man jedes Wort auf seine ursprüngliche Bedeutung untersuchen würde und sie auch noch so benutzen würde, dann müßte man fast die ganze Sprache ändern.

Aber Frivolität steht trotzdem immer noch für

eine mit sexueller Andeutung versehene sprachliche Mehrdeutigkeit, siehe Anspielung

ein Beispiel hierzu:
Beispiel: Das Adjektiv geil, das eigentlich üppig wuchernd (in der Pflanzenwelt), übertragen auch lüstern oder erregt (im sexuellen Sinne) bedeutet, wird mittlerweile in mannigfaltigen anderen Zusammenhängen als Ausdruck freudiger Anteilnahme verwendet und taucht inzwischen sogar als Schlagwort in der Werbung auf („Geiz ist geil“). Trotz der Verwendung in den unterschiedlichen Bereichen werden die engeren Bedeutungszusammenhänge solcher Begriffe – mehr oder weniger bewusst – mit transportiert, es wird auf den ursprünglichen Kontext angespielt. Gerät hingegen die ursprüngliche Bedeutung in allgemeine Vergessenheit, erlischt seine Funktion als Anspielung und der Begriff durchlebt einen Bedeutungswandel.

Ein beliebter Zeitvertreib einiger Menschen ist die Suche nach Anspielungen, die vom Gegenüber gar nicht beabsichtigt sind (etwa das Heraushören sexueller Anspielungen, obwohl diese wissentlich die tatsächliche Aussage gar nicht berühren) und entsprechende verbale Erwiderungen. Ziel dieses Verhaltens kann neben spielerisch-freundschaftlichen Motiven die Bloßstellung oder Beschämung des Gegenübers sein. Je nach Ausprägung und Kontext kann es sich in letzteren Sinne etwa um Mobbing oder sexuelle Belästigung handeln. Herablassende Anspielungen, die auf die Person abzielen, können je nach Ausprägung eine Ehrverletzung im strafrechtlichen Sinne sein.

Bedeutung: frech, schamlos
veraltend: leichtfertig

Synomyme: [1] anstößig, anzüglich, unanständig
1] eitel, hinfällig, leichtfertig
Diese Bedeutung hat frivol auch im Französischen und Italienischen, was wiederum auf das lateinische zurückgeht.

So sehr viel hat sich da also nicht geändert.

 
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Re: Sexuelle Belästigung und warum ich wieder gehen werde.

Beitrag von Eule » Mo 29. Mai 2017, 18:06

@ Campingliesel
Wenn man jedes Wort auf seine ursprüngliche Bedeutung untersuchen würde und sie auch noch so benutzen würde, dann müßte man fast die ganze Sprache ändern.
Ich bin ein Verfechter, der die Wörter und Begriffe in ihrer ursprünglichen Bedeutung sieht und so sehen will. Dass Wörter dabei im übertragenen Sinne genutzt werden können, ist klar. Aber gerade in der Pädagogik ist es wichtig, die Begriffe richtig und ursprünglich zu verwenden, weil sonst pädagogische Sachverhalte nicht mehr transportiert werden können.

Ja, es stimmt, diese meine Haltung verlangt viel Disziplin und Anstrenung. Aber wie will ich denn sonst meine Botschaften allgemeingültig transportieren? Welche Umgangssprache soll denn gelten? Die der Oberschicht? Oder die des Bildungsbürgertums? Die Sprache des Mittelstandes oder gar der verschiedenen Unterschichten oder Subkulturen?

 
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Re: Sexuelle Belästigung und warum ich wieder gehen werde.

Beitrag von Campingliesel » Mo 29. Mai 2017, 18:28

Na, dann müsstest du auch den Duden neu schreiben oder den ersten Duden, den es je gab, ausbuddeln. Und vor allem auch das lateinische, altgriechische. arabische und sogar westgermanische oder indogermanische und wer weiß was noch können. Unser Deutsch ist ein totaler Mischmasch aus vielen Sprachen eingeschleppter Wörter, und viele Wörter haben im Laufe der Jahrtausende durch Völkerwanderungen, Kreuzzüge, Handelswege und sonstige Einflüsse ihre Bedeutungen verändert. Also wie willst du da bei jedem Wort auf die ursprüngliche Bedeutung zurückgreifen? Ein Ding der Unmöglichkeit, möchte ich sagen.

 
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Re: Sexuelle Belästigung und warum ich wieder gehen werde.

Beitrag von Shiva205 » Mo 29. Mai 2017, 19:31

Campingliesel hat geschrieben:Bedeutung (frivol): frech, schamlos ... leichtfertig
Ich finde, dass bei dir das Wort einseitig mit einer negativen Valenz belastet ist. Ich denke aber z.B. an die Kunst: Frivole Lieder, frivoles Theater ... . Frivol bezeichnet auch eine spontane Lebenskraft, Kreativität und Freiheit. Die Welt wäre ganz schön langweilig, wenn es keine Frivolität gäbe.

 
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Re: Sexuelle Belästigung und warum ich wieder gehen werde.

Beitrag von Campingliesel » Mo 29. Mai 2017, 19:51

Diese Erklärung stammt nicht von mir, sondern aus Wikipedia. Und da steht nichts von spontaner Lebenskraft, Kreativität und Freiheit. Woher hast du denn diese Erklärung?

Es gibt noch eine völlig andere Bedeutung, nämlich eine Handarbeit in der Spitzenmacherei, auch Occhi genannt. Aber das ist eine total andere Richtung, von der ich auch noch nie gehört habe. Die läßt sich aber sicher nicht in die sexuelle Richtung übertragen.

Auch das frivole Theater oder sonstige Künste haben mehr oder weniger mit sexuellen Dingen zu tun.

siehe auch hier:

Siehe auch: Frivol
Wortart: Adjektiv

Beschreibung: frech-witzig, ohne Rücksicht auf Schamgefühle
Pragmatik: etym: franz.

Synonym: frech, draufgängerisch, ungeniert, dreist, keck, schlüpfrig, keß, schamlos, liederlich, ordinär, lose, beherzt, unverfroren, gewagt, vulgär, zweideutig, forsch, leichtfertig, anstößig
Grundform von: frivole, frivolen
Dornseiff-Bedeutungsgruppen:

2.26 Sinnlichkeit begehrlich, brünstig, erotisch, fleischlich, frivol, geil, lüstern, scharf, sinnlich, triebhaft, verliebt, wild, wollüstig, üppig
10.11 Genusssucht ausgelassen, ausschweifend, begehrlich, bestialisch, brutal, frech, frivol, gemein, genießerisch, leicht, leichtfertig, leichtsinnig, liederlich, locker, lose, maßlos, obszön, schwelgerisch, sinnlich, tierisch, triebhaft, ungebunden, ungezügelt, unmäßig, unsolide, mehr...
15.36 Unsittlich anstößig, bedenklich, eindeutig, frivol, gepfeffert, obszön, pornografisch, schlüpfrig, schmutzig, unmissverständlich, unpassend, zotig, zweideutig
15.45 Spott frivol, sarkastisch, spöttisch

also nicht gerade sehr viel positives dabei!

 
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Re: Sexuelle Belästigung und warum ich wieder gehen werde.

Beitrag von Campingliesel » Mo 29. Mai 2017, 20:06

Und im Duden steht es so: leichtfertig, bedenkenlos
das sittliche Empfinden, die geltenden Moralbegriffe verletzend
bedenkenlos, draufgängerisch, dreist, gewagt, kühn, leichtfertig, verwegen
anrüchig, anstoßerregend, anstößig, anzüglich, doppeldeutig, nicht salonfähig, pikant, unanständig, unmoralisch, zweideutig; (schweizerisch) stoßend; (bildungssprachlich) lasziv, obszön; (scherzhaft) nicht stubenrein; (abwertend) schlüpfrig; (meist abwertend) ordinär; (veraltend) lose

 
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Re: Sexuelle Belästigung und warum ich wieder gehen werde.

Beitrag von Herr K. aus B. » Mo 29. Mai 2017, 22:11

Ich finde das mal wieder echt einfältig und sinnfrei sich gegenseitig irgendwelche Definitionen hier rein zu kopieren.

Bleibt doch mal bitte beim Thema und das war, zur Erinnerung, nicht die Bedeutung des Wortes frivol.

 
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Re: Sexuelle Belästigung und warum ich wieder gehen werde.

Beitrag von Shiva205 » Mo 29. Mai 2017, 22:50

Herr K. aus B. hat geschrieben:Bleibt doch mal bitte beim Thema und das war, zur Erinnerung, nicht die Bedeutung des Wortes frivol.
ja, Herr, das wollte ich eigentlich sagen: Der Frivole ist nicht der, der sexuell plump belästigt - dazu ist er viel zu intelligent. Er ist eher der Entertainer, der Anderen Mut macht mal die alten Moralvorstellungen in der Ecke zu lassen.

 
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Re: Sexuelle Belästigung und warum ich wieder gehen werde.

Beitrag von Campingliesel » Di 30. Mai 2017, 11:11

Shiva205 hat geschrieben:
Herr K. aus B. hat geschrieben:Bleibt doch mal bitte beim Thema und das war, zur Erinnerung, nicht die Bedeutung des Wortes frivol.
ja, Herr, das wollte ich eigentlich sagen: Der Frivole ist nicht der, der sexuell plump belästigt - dazu ist er viel zu intelligent. Er ist eher der Entertainer, der Anderen Mut macht mal die alten Moralvorstellungen in der Ecke zu lassen.


Da ist eben die große Frage, was denn nun alte Moralvorstellungen sind und was auch heute noch zu Anstand und sinnvoller Moral gehört. Freiheit bedeutet nicht, daß man alles ohne Rücksicht auf andere machen kann. Toleranz heißt auch nicht, daß man alles akzeptieren muß, was andere machen oder wollen.
Meine Tochter hat 2 kleine Kinder (1 und bald 4 Jahre), sie hat im Grunde kein Problem damit, daß die Kinder im Garten nackt spielen, und auch Nachbarskinder dazukommen. Aber sie hat große Angst davor, daß sie mit den Kindern ins SChwimmbad geht und sie auch dort nackt sein läßt, was sie da ja bis 6 Jahre dürfen. Das Problem ist die Fotografiererei mit den Smartphones, die man nicht bemerkt. Und sie hat keine Lust, daß Bilder von ihren Kindern bei irgendwelchen Pädophilen landen. Auch da haben die Leute heute wohl keinen Anstand mehr.
Früher war das Fotografieren auf offiziellen FKK-Stränden und FKK-Campingplätzen generell verboten, außer man fragt die Personen, ob sie auf dem Bild sein wollen oder daß sie sich weit genug entfernen können, um nicht auf dem Bild drauf zu sein. Und das ist noch gar nicht so lange her, daß man da streng war. Ich habe das vor 10 Jahren noch erlebt, als ich sogar nur einen Sonnuntergang fotografieren wollte und kaum noch Leute nackt am Strand waren, geschweige denn, daß man die überhaupt erkannt hätte. Und trotzdem verbot mir ein Aufseher das. Und ich hatte auch nur eine normale Kamera.

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