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FKK Campingplatz als festen Wohnsitz

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Re: FKK Campingplatz als festen Wohnsitz

Beitrag von hajo » Mi 4. Apr 2018, 11:05

Ralf-abc hat geschrieben:Nee, so einfach ist es nicht. Solche Vorschriften werden von den Behörder nicht einfach so zum Spaß erlassen.
So lange auf so einem Campingplatz ein oder zwei Leute dauerhaft wohnen, macht das alles nichts. Wenn das aber ein oder zwei dürfen, kann das den anderen nicht verboten werden.
Das wäre allerdings ein sehr kleiner Campingplatz und entspräche mehr dem Zelten am Flussufer...
Was ein oder zwei dürfen, kann sehr wohl anderen verboten werden. (Anwohnerparkplätze, Parken mit Parkscheibe oder gegen Entgelt)

Zumindest bei uns werden ganze Wohngebiete so ausgewiesen. Sobald die voll sind, müssen sich die Interessenten etwas anderes suchen.

Ich wusste bisher nicht, dass auf Campingplätzen eine Parzellenregelung nicht mehr besteht.
Auch aus Gründen des Brandschutzes, der Notversorgung etc. sind sogar die maximalen Belegungszahlen genehmigungsbedürftig, daher genehmigt und dürfen nicht überschritten werden.
Ich hab gehört: das wird sogar bisweilen kontrolliert.

Ralf-abc hat geschrieben:Das ist doch immer das selbe Spiel: Zu Anfang ist das den Leuten egal, aber nach 20 Jahren (oder wenn die Kinder das Haus übernehmen) wollen die das dann doch etwas bequemer und dann soll doch die Gemeinde gefälligst die ganze Infrastruktur ausbauen.
Siehe oben. Zudem war hier von Haus nicht die Rede, sondern von Camping. Selbst bei "Haus" geht nicht alles, was "die Kinder" wünschen. Auch hier: siehe oben oder komm in unsere Gemeinde. Da nützt es auch nichts, dass man nach 20 Jahren etwas bequemer "wünscht". Ich habe die Erfahrung gemacht.

 
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Re: FKK Campingplatz als festen Wohnsitz

Beitrag von norbert » Mi 4. Apr 2018, 12:13

Wenn das dauerhafte Wohnen nicht erlaubt ist, wird man das auch nicht so schnell und einfach ändern können.
Also muß man einen Campingplatz suchen, der einem zusagt und der vor allem ganzjährig nutzbar ist; auf dem das Wasser nicht abgestellt wird und wo die Zufahrt halbwegs geräumt ist.
Da dürfte es nicht so sehr viele Möglichkeiten geben. Die meißten Campingplätze machen eine Winterpause.
Eine Hauptwohnsitzadresse bei einem nahen Verwandten oder bei einem guten Freund, über die man Behördenpost abwickelt, und ohne die man Obdachlos wäre, die kann man dann sicher einfacher finden.
Ich, zB. , habe ein Wochenendhäusschen im Grünen. Da dürfte ich rechtlich nicht wohnen. Es ist aber auch praktisch schwer umsetzbar.
Dort wird vorsorglich das Wasser im Winter abgestellt, und die Zufahrt kann bei entsprechender Witterung auch nicht mehr genutzt werden.
Und man sollte (in unserem Alter) auch im Hinterkopf haben, das da auch zu jeder Zeit ein Notarzt hinkommen können sollte.

 
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Re: FKK Campingplatz als festen Wohnsitz

Beitrag von Ralf-abc » Mi 4. Apr 2018, 12:35

hajo hat geschrieben:Was ein oder zwei dürfen, kann sehr wohl anderen verboten werden.
Nein, das geht nicht so ohne weiteres, in einem Wohngebiet bei manchen Grundstücken etwas zuzulassen und das bei anderen zu verbieten. Das ginge höchstens über sachbezogene Abhängigkeiten, z.B. diese und jene Änderung ist erst ab einer gewissen Grundstücksgröße möglich.
Wobei (das hatte ich bisher nicht bedacht) der Campingplatz eine Besonderheit ist, weil das ja ein großes Grundstück mit einem einzigen Eigentümer ist. Es wäre hier evtl. möglich, dem Besitzer zu sagen, dass er eine gewisse Anzahl Stellplätze zu dauerhaftem Wohnen vermieten darf. Welche Stellplätze der dann dafür auswählt, wäre dann sein Privatangebelenheit.

hajo hat geschrieben:Zumindest bei uns werden ganze Wohngebiete so ausgewiesen.
Dass die so ausgewiesen werden, ist rechtlich etwas ganz anderes als eine nachträgliche Änderung.

hajo hat geschrieben:Ich wusste bisher nicht, dass auf Campingplätzen eine Parzellenregelung nicht mehr besteht.
Auch aus Gründen des Brandschutzes, der Notversorgung etc. sind sogar die maximalen Belegungszahlen genehmigungsbedürftig, daher genehmigt und dürfen nicht überschritten werden.
Ich hab gehört: das wird sogar bisweilen kontrolliert.
Dass muss dann muss aber auch sichergestellt sein.

hajo hat geschrieben:Zudem war hier von Haus nicht die Rede, sondern von Camping. Selbst bei "Haus" geht nicht alles, was "die Kinder" wünschen. Auch hier: siehe oben oder komm in unsere Gemeinde. Da nützt es auch nichts, dass man nach 20 Jahren etwas bequemer "wünscht". Ich habe die Erfahrung gemacht.
@Ostfriesenpaar hatte hier immer wieder das Mobilheim mit eingeworfen und das ist ja nun deutlich eher ein Haus, als ein Wohnwagen. Klar, wenn einzelne Leute etwas wünschen, dann heisst das noch lange nichts. Wenn aber 20 Leute über Jahre hinweg immer wieder bei der Verwaltung mit entsprechenden Forderungen vorstellig werden ...

 
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Re: FKK Campingplatz als festen Wohnsitz

Beitrag von Ralf-abc » Mi 4. Apr 2018, 12:38

norbert hat geschrieben:Wenn das dauerhafte Wohnen nicht erlaubt ist, wird man das auch nicht so schnell und einfach ändern können.
Wir reden hier von einem Bundesgesetz. Wenn man sich ansieht, wie viele wirklich wichtige Gesetzesreformen unter A. Merkel in den letzten Jahren verschleppt wurden - so schnell ändert sich hier gar nicht.

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Re: FKK Campingplatz als festen Wohnsitz

Beitrag von ostfriesenpaar » Mi 4. Apr 2018, 14:53

Ralf-abc hat geschrieben:. Im Ergebnis würde die Mieten so hoch, dass die für Leute, die hier nach wie vor nur am Wochende wohnen wollen, uninteressant ist. Der ursprüngliche Campingplatz würde daher im Laufe der Zeit von Dauerwohnern in Besitz genommen

Muss nicht so laufen. Dauerbewohner zahlen in der Regel eine höhere Pacht und höhere Gebühren für Müll. Strom, Wasser, Abwasser und Gas wird in den meisten Fällen gerecht nach Verbrauch abgerechnet.
Ralf-abc hat geschrieben:
Hier erklärst Du einen Wohnwagen zu einer zulässigen/zumutzbaren Unterkunft für Menschen, die sich nicht anderes mehr leisten können. Es ist völlig unbestritten, dass es Menschen gibt,die das für sich persönlich als vollkommen ausreichend ansehen und die mit dieser Wohnform absolut glücklich sind. Es gibt aber auch Menschen, und ich behaupte, das ist die Mehrheit, die empfinden das zum dauernden Wohnen als völlig unzumutbar. Mit Deiner Argumentation schaffst Du aber die rechtlichen Voraussetzungen, dass solche Menschen von den Sozialämtern in solche Unterkünfte gezwungen werden können.
Ich finde es ist ein Unterschied, ob es Menschen verboten wird auf Campingplätzen zu wohnen, oder ob sie gezwungen werden dort zu wohnen.
Wir hingegen fänden es beispielseeise völlig unzumutbar eine Wohnung in einem Wohnblock zugewiesen zu bekommen.

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Re: FKK Campingplatz als festen Wohnsitz

Beitrag von ostfriesenpaar » Mi 4. Apr 2018, 15:09

Ralf-abc hat geschrieben:Ostfriesenpaar hatte hier immer wieder das Mobilheim mit eingeworfen und das ist ja nun deutlich eher ein Haus, als ein Wohnwagen.
Stimmt, ein Mobilheim hat nicht mehr viel gemeinsam mit einem Wohnwagen, allerdings sind die Grenzen fließend. Es gibt durchaus viele Wohnwagen mit ausgebauten und isolierten Vorzelten mit normaler Toilette, Dusche und ganzjährig funktionierender Wasserversorgung.
Ralf-abc hat geschrieben:Du hast das weiter oben aber pauschal für alle Campingplätze gefordert.
Das lässt sich zugegebenermaßen nicht pauschalisieren. Da gebe ich dir vollkommen Recht. Jeder Platz hat andere Voraussetzungen, die berücksichtigt werden müssen, wie z.B. die vorhandene Infrastruktur oder Naturschutzgründe.

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Re: FKK Campingplatz als festen Wohnsitz

Beitrag von Nudi » Mi 4. Apr 2018, 15:40

Nicht mit allem was ralf abc hier jemals geschieben hat bin ich einverstanden. diesmal jedoch schreibt er mit großer Sachkompetenz. Auch hier in derGegend gibt es das Problem mit Dauerbewohnern. Bei allem Verständnis nach Selbstverwirklichhung geht es in einem dichtbesiedeltem Gebiet nicht ohne regelnde Vorschriften. Mein Tipp: Auswandern nach Kanada. (Vosicht Bären) oder in die Sahara. Auch Allaska oder der Regenwald am Amazonas wäre eine Option .... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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Re: FKK Campingplatz als festen Wohnsitz

Beitrag von ostfriesenpaar » Mi 4. Apr 2018, 16:07

Nudi hat geschrieben: Auch hier in derGegend gibt es das Problem mit Dauerbewohnern.
Wo liegt das Problem?
Nudi hat geschrieben:Bei allem Verständnis nach Selbstverwirklichhung
Nicht das geringste Verständnis hast du. Das wird deutlich, wenn man deinen Satz weiter liest.
Aber wir, die wir auf Campingplätzen wohnen oder wohnen wollen ernten in der Regel mitleidige Blicke und unwissende Kommentare.
Vor allem, von denjenigen, die noch nie mit Camping in Berührung gekommen sind.
Die häufigste Frage "Ist das nicht zu kalt darin" ?
Und genau diese Menschen haben die Macht zu entscheiden, ob andere Menschen in ihren Wohnwagen oder Mobilheimen wohnen dürfen.

 
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Re: FKK Campingplatz als festen Wohnsitz

Beitrag von Ralf-abc » Mi 4. Apr 2018, 16:24

ostfriesenpaar hat geschrieben:Ich finde es ist ein Unterschied, ob es Menschen verboten wird auf Campingplätzen zu wohnen, oder ob sie gezwungen werden dort zu wohnen.
Selbstverständlich ist das ein ganz gewaltiger Unerschied. Aber die rechtliche Grundvoraussetzung ist nun einmal die gleiche: die gesetzlichen Mindestvoraussetzungen, was als Wohnraum für dauerhaften Aufenthalt zulässig ist, müssten so weit reduziert werden, dass selbst Campingwagen (bei Mobilheimen wird das eher kein Problem sein) diese erfüllen. In dem Augenblick, wo ein Campingwagen aber diese Bedingung erfüllt, ist es grundsätzlich auch vorstellbar, dass irgend eine klamme Kommune auf die Idee kommt, auf diese Art Sozialhilfekosten einzusparen. Das zu verhindern, ist meiner Meinung nach wichtiger, als Campingfreunden die Möglichket zu eröffnen, den Wohnwagen als ständigen Wohnsitz anzugeben.
Wenn es hier jemand schafft, die entsprechenden gesetzl. Regeln so zu verändern, dass Campingfreunde Ihren Willen bekommen, aber niemand gegen seinen Willen in so ein Behausung abgeschoben werden kann, dann können wir weiterreden.

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Re: FKK Campingplatz als festen Wohnsitz

Beitrag von ostfriesenpaar » Mi 4. Apr 2018, 16:43

Ralf-abc hat geschrieben:dass Campingfreunde Ihren Willen bekommen, aber niemand gegen seinen Willen in so ein Behausung abgeschoben werden kann,
Damit bin ich raus, weiter hier, zumindest mit Dir, darüber zu diskutieren. (Ist ungefähr so müßig, wie mit Textilern über FKK zu reden)
Für dich ist ein Wohnwagen eine Behausung. Für uns wäre eine Wohnung in einem Hochhaus oder mehrstöckigem Wohnblock eine Behausung. Egal, ob Eigentum oder Miete. Für uns inzwischen unvorstellbar, so zu wohnen. Auch, oder gerade weil wir es als Kinder und Jugendliche so kennengelernt haben.

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