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Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Fr 15. Mär 2019, 15:21

Aria hat geschrieben:Ohne den Verdienst Greta Thunbergs für die Öko-Bewegung schmälern zu wollen, aber es ist schon ein Unterschied als Schülerin oder als Bundekanzlerin etwas zu sagen: Die eine hat Null-Verantwortung, kann auch Blödsinn von sich geben, ohne dass das auf sie zurückfällt, während bei den anderen jedes Wort auf Goldwaage gelegt und bei einem unüberlegten Wort gleich eine Verschwörung, wenn nicht Schlimmeres vermutet wird.
Die Erwartungen sind unterschiedlich hoch – und damit auch die Fallhöhe.

Da hast Du recht.
Merkel kann die Jugend für ihre Aktivität bei den Demos loben, obwohl diese Demos nur stattfinden, weil Merkel die ganze Energiewende in den letzten Jahren absichtlich gegen die Wand gefahren hat. Ganz egal, was Merkel in den letzten 14 Jahren zum Thema Klimaschutz gesagt hat - getan hat Sie das genaue Gegenteil. Und das fällt bei einem Großteil der Wähler nicht auf Merkel zurück. Merkel kann so viel Müll reden, wie die will - die wird von Ihren Politikkollegen noch dafür verteidigt. Wirkliche Verantwortung für die Politik - die musste kein Politiker in Deutschland jemals übernehmen!
Wenn jemand wie Greta Thunberg auch nur ein mal dabei gesehen wird, wie die etvl. aus einem Wegwerfbecher eine Cola trinkt oder dass die sich aus Zeitgründen wagt, doch mal das Flugzeug zu nutzen, statt den Zug zu nehmen - dann bricht sofort ein Shit-Storm über die hinwein und es wird versucht, die als völlig unglaubwürdig darzustellen. Wenn Greta Thunberg in Ihren Reden und Interviews auch nur ein einziger noch so kleiner inhaltlicher Fehler unterlaufen würde - das würde sofort als Aufhänger genommen, um die Person Gretas und die ganzen Demos komplett zu diskreditieren.
Wenn hier also bei irgend jemandem jedes einzelne Wort auf die Goldwaage gelegt wird - dann nicht bei unserer Kanzlerin, sondern bei Greta Thunberg!

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Fr 15. Mär 2019, 15:26

hajo hat geschrieben:
Ralf-abc hat geschrieben:....die Deutlichkeit der Reden ...

Tja, es gibt halt nicht immer solche Redegenies wie Lübke, Honnecker oder Kohl.
Auf die Hitlers, Göbbels, Stalins und Erdogans kann man nicht immer hoffen...

Interessant, bei Dir gibt es außer Leuten wie Hitler, Göbbels, Stalin und Erdogan keine Menschen, die deutlich sagen, was Sie denken.

Ob jemand eine klare Position einnimmt und diese auch offensiv vertritt, oder ob jemand alles dafür tut, ganz bewusst keine eigenen Meinung erkennen zu lassen, hat nichts damit zu tun, ob jemand ein Redegenie ist.

Aber es wundert mich nicht, dass Du das nicht verstehst. Du bist ja hier im Forum ein Meister darin, sich immer so wischiwaschi auszudrücken, dass Du nachher immer sagen kannst, dass Du das aber ganz anders gemeint hast.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Fr 15. Mär 2019, 15:41

Bummler hat geschrieben:Wir wollen also in den nächsten 31 Jahren bei unserem Gebäudebestand etwas schaffen, was wir in den letzten 17 Jahren im Neubaubereich nicht geschafft haben! Das hört sich doch schon mal bedenklich an.

Da ist Dein Wissen aber nicht ganz aktuell.
Nächstes Jahr soll ja die EnEV und das EEWärmeG zum neuen Gebäudeenergiegesetzt zusammengefasst werden.
Eigentlich ist Duetschland gem. einer EU-Verordnung verpflichtet, dass bis 2020 alle Neubauten klimaneutral errichtet werden und bis 2050 der gesamte Gebäudebestand klimaneutral ist.
Eigentlich müsste also mit Einführung des Gebäudeenergiegesetzes die aktuelle EnEV noch mal verschärft werden, um die Klimaneutralität zu erreichen.
Und was ist derzeit geplant? - das Anforderungsprofil der aktuellen EnEV wird jetzt einfach als bereits energieneutral definiert (was es nicht ansatzweise ist) und damit bedeutet das Gebäudeenergiegesetzt keine Verschärfung der EnEV (dass eine solche Verschärfung nicht kommt, das hatten Schwarz-Rot bereits im Koalitionsvertrag vereinbart).
Ein KfW-55-Haus ist ja heutzutage technisch absolut keine Herausfroderung mehr. Die Anforderungen des neuen Gebäudeenergiegesetzt bleiben somit deutlich unter dem technisch problemlos machbaren zurück.
Von daher braucht sich hier absolut niemand darüber Gedanken zu machen, dass im Altbaubereich in den nächsten jahren auch nur die geringsten Sanierungsauflagen vorgeschrieben werden.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Fr 15. Mär 2019, 18:13

Ralf-abc hat geschrieben:Wenn jemand wie Greta Thunberg auch nur ein mal dabei gesehen wird, wie die etvl. aus einem Wegwerfbecher eine Cola trinkt oder dass die sich aus Zeitgründen wagt, doch mal das Flugzeug zu nutzen, statt den Zug zu nehmen - dann bricht sofort ein Shit-Storm über die hinwein und es wird versucht, die als völlig unglaubwürdig darzustellen.
[...]
Wenn hier also bei irgend jemandem jedes einzelne Wort auf die Goldwaage gelegt wird - dann nicht bei unserer Kanzlerin, sondern bei Greta Thunberg!
Shit-Storms sind Mittel des kleinen Mannes, größere Mensch als sie es sind kleinzureden.

Und in der Politik sind jene besonders laut, die im Nachhinein alles besser wissen. Oder es sind die sogenannten Warner, die Schreckensszenarien an die Wand malen, die, wenn sie eintreten, triumphieren, und wenn sie nicht eintreten ebenfalls, weil der Schrecken angeblich nur dank ihrer Warnung nicht eingetreten ist.

Reden darüber, was alles getan werden müsse, ist leicht, das aber gegen Widerstände tatsächlich zu tun, wesentlich schwerer. Greta und Angela agieren nicht auf gleicher Eben, deshalb sind Vergleiche zwischen ihnen nicht statthaft. Das ist alles, was ich mit meinem Einspruch auf Bummlers Beitrag sagen wollte.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Fr 15. Mär 2019, 18:45

Aria hat geschrieben:das aber gegen Widerstände tatsächlich zu tun, wesentlich schwerer.


Stimmt, das ist schwer.
Deshalb hat die Regierung Merkel es in den letzen 14 Jahren auch gar nicht erst versucht, irgend etwas gegen auch noch so kleine Widerstände zu tun.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Mo 18. Mär 2019, 10:02

Ralf-abc hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:das aber gegen Widerstände tatsächlich zu tun, wesentlich schwerer.


Stimmt, das ist schwer.
Deshalb hat die Regierung Merkel es in den letzen 14 Jahren auch gar nicht erst versucht, irgend etwas gegen auch noch so kleine Widerstände zu tun.


Das ist richtig und auch irgendwie verständlich, denn die Versuche mal etwas gegen Widerstände durchzusetzen, sind zum Scheitern verurteilt.
Beispiel: 10 Jahre Glühlampenverbot. Das Ergebnis ist dürftig. Es wurde kein einziges Kraftwerk eingespart und bei den privaten Stromkosten haben sich die versprochenen Einsparungen von bis zu 150 Euro auch nicht bewahrheitet.
Dafür gibt es Unmengen Sondermüll, der auch noch meist im Hausmüll entsorgt wird.

Hier stellt sich natürlich die Frage warum das Glühlampenverbot kein Erfolg wurde und was man daraus lernen kann für die Zukunft.
Da man in der Zeitung nichts liest, hier meine Analyse:
1. Die errechnete Stromeinsparung (immerhin sollte Strom eingespart werden in der Größenordnung des Stromverbrauches von Rumänien) war ein populistischer Wert. Da wurden alle möglichen Einsparungen berücksichtigt, während realistische Szenarien offensichtlich außen vor geblieben sind.
2. Trotz Glühlampenverbot ist der Stromverbrauch angestiegen. Eine Begründung habe ich nicht gefunden, aber Hinweise, dass z.B. das Internet und solche Sachen wie der Bitcoin für den Anstieg beim Stromverbrauch verantwortlich sind.
3. Die Einsparungen, die sich bei den Verbrauchern einstellen sollten, sind wegen der steigenden Strompreise ausgeblieben.
4. Das Licht ist trotz immensem Aufwand gegenüber der Glühbirne immer noch nicht optimal.

Es gibt also m.E. keinen Grund das Glühlampenverbot zu feiern, weil das Ziel CO2 in Größenordnungen einzusparen verfehlt wurde.
Das dabei gleichzeitig die Bürger noch Nachteile in Kauf nehmen mussten, ist für das Verbot auch nicht gerade günstig.

Wir können daraus lernen, dass die Effizienzstrategie allein nicht zum Erfolg führen wird. Warum das die Bundesregierung nicht erkennt und weiterhin an ihrem Klimaziel festhält, obwohl klar ist, das wir mit dieser Methode die Klimaziele nicht erreichen können, ist mir schleierhaft.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Tim007 » Mo 18. Mär 2019, 11:20

Wahrscheinlich lese ich die falschen Zeitungen.

Mir war so, dass es der Stromerzeugung aus Kohle- und Atomkraftwerken an den Kragen geht und die ganze Küste mit Windkraftanlagen vollgepflastert worden ist. Auch meine ich mich zu erinnern, dass regenerative Energie teurer ist.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Aria » Mo 18. Mär 2019, 13:46

Bummler hat geschrieben:Hier stellt sich natürlich die Frage warum das Glühlampenverbot kein Erfolg wurde und was man daraus lernen kann für die Zukunft.
Da man in der Zeitung nichts liest, hier meine Analyse:
(…)
Warum das die Bundesregierung nicht erkennt und weiterhin an ihrem Klimaziel festhält, obwohl klar ist, das wir mit dieser Methode die Klimaziele nicht erreichen können, ist mir schleierhaft.

Erstens: Glühlampenverbot ist ein Erfolg. Zweitens: Wer so argumentiert, hat wahrscheinlich noch nie was von Rebound-Effekt gehört. Lies dir das durch, Bummler, dann wirst du nicht nachplappern, was obskure Internetseiten als Versagen der Merkel-Regierung darstellen.

Für diejenigen, die nichts für lange Texte übrig haben, hier die Quintessenz: Es ist allein unser eigenes Verhalten, das das Einsparpotenzial von Effizienzsteigerungen wie die bei den Leuchtmitteln oder Fernsehgeräten teileweise oder ganz zunichtemacht.

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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Bummler » Mo 18. Mär 2019, 14:47

Aria hat geschrieben:Erstens: Glühlampenverbot ist ein Erfolg.


Soso, und wo bleiben dann die Erfolgsmeldungen? Verheimlicht uns die Presse etwa was?

Zweitens: Wer so argumentiert, hat wahrscheinlich noch nie was von Rebound-Effekt gehört. Lies dir das durch, Bummler, ...


Ja, interessant, das kannte ich noch nicht, wird ja auch nicht in den Zeitungen thematisiert. Ich habe mir das Handbuch
https://www.umweltbundesamt.de/publikat ... v-begrenzt
auch gleich herunter geladen und durchgelesen, sehr interessant. Allerdings musste ich zunehmend ...naja...schmunzeln.

Aria hat geschrieben:Es ist allein unser eigenes Verhalten, das das Einsparpotenzial von Effizienzsteigerungen wie die bei den Leuchtmitteln oder Fernsehgeräten teileweise oder ganz zunichtemacht.


Ich glaube das siehst du ein wenig eng. Denn wie im obigen Beitrag dokumentiert, hat auch die Industrie ein Interesse daran, Effizienzsteigerungen zu vernichten um Kaufkraft abzuschöpfen.
Außerdem hatte der Verbraucher schon mal von dem Einsparpotential bei den Leuchtmitteln gar nichts, weil die Kosten für die Leuchtmittel und die ansteigenden Strompreise diese Einsparungen vernichtet haben. Also nach der klassischen Rebound-Theorie gar kein Rebound-Effekt auftritt.

Witzig auch die ebenso formulierte Strategie gegen den Rebound-Effekt im Handbuch:
Handbuch Rebound Effekte hat geschrieben:Durch Effizienzförderung entstehen finanzielle Einsparungen. Diese ermöglichen es dem Verbraucher, mehr Einheiten des geförderten Produkts oder der Dienstleistung zu konsumieren. Wird parallel eine Abgabe auf den Verbrauch der Ressource – oder einer damit verknüpften Dienstleistung – eingeführt oder erhöht, schöpft diese die Einsparungen teilweise bis vollständig ab. Sie begrenzt somit mögliche Rebound-Effekte aufgrund finanzieller Faktoren.

Pkt. 4.1.1, Seite 22

Was für den Verbraucher den Anreiz zur Effizienzförderung effektiv verhindert.

Danke liebes Bundes-Umweltamt

Wie war das nochmal? "Unser eigenes Verhalten … macht das Einsparpotential zunichte."
:lol:

Das wir uns nicht falsch verstehen. Ich habe nichts gegen Verbote.
Und wenn du der Meinung bist, dass das Glühlampenverbot ein Erfolg ist, warum folgen dann nicht noch weitere Verbote?
Das wäre doch schlüssig, schließlich geht es um die Zukunft unserer Enkel.

Tim007 hat geschrieben:Mir war so, dass es der Stromerzeugung aus Kohle- und Atomkraftwerken an den Kragen geht und die ganze Küste mit Windkraftanlagen vollgepflastert worden ist.


Was ja noch nicht reicht. Rechne mal nach. Um die Kohlekraftwerke zu kompensieren, müsste man die Windkraft in etwa verdoppeln.
Um den zusätzlichen Strom für die E-Mobilität zu haben, müsste man den Windstrom vervierfachen.

Also wenn du nochmal ein Selfie in Bremen ohne Windmühle machen willst, dann solltest du das jetzt tun.

 
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Re: Eisberge, Klimawandel und Überbevölkerung

Beitrag von Ralf-abc » Mo 18. Mär 2019, 15:29

Tim007 hat geschrieben:Auch meine ich mich zu erinnern, dass regenerative Energie teurer ist.

Das ist nur der Fall, wenn man nicht rechnen kann:
Der Faktor Umweltzerstörung incl. Folgekosten (Gesundheitswesen) wird bei den fossilen Energien nicht berücksichtigt.
Bei den Erneuerbaren müssen die Windräder etc. neu aufgebaut werden, was quasi eine Erneuerung des Kraftwerkparks bedeutet.
Wenn man das natürlich mit alten, längst abgeschriebenen fossilen Kraftwerken vergleicht, dann ist doch wohl klar, was da für ein Ergebnis rauskommt.
Bei neuen Windrädern müssen Rückstellungen für den Rückbau der Anlagen gebildet werden und die gehen auch in den Preis mit ein. Das sind auch Kosten, die bei fossilen Kraftwerken (insbes. Atomkraftwerken) nicht eingerechnet werden.
Ohne staatliche Subventionen wäre hier in D-Land nicht ein einziges Atomkraftwerk gebaut worden, weil das von allen Energieformen die mit Abstand teuerste ist (erst Recht, wenn die Müllentsorgungskosten udn der Rckbau der Anlage noch angemessen berücksichtigt werden müssten)

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