Aktuelle Zeit: So 18. Nov 2018, 17:49

FKK-Freunde.info

Das deutsche FKK-Forum

Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Kurioses, Lustiges, Aufmunterndes was unsere Forengemeinschaft interessieren dürfte
 
Beiträge: 1422
Registriert: 01.11.2015

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Mecki » Mo 18. Jun 2018, 10:16

@

die social media - sie macht Stimmung, durch verbreiten von "Meinung"! Wer ist denn der "Meinungsmacher"?
Der Journalist? Der Redakteur? Wird nun Meinungsmachern alles abgenommen - ohne Rückfragen? Oder haben die Meinungsmacher Trends verfolgt? Sind deren Meinungen - ggf. aus den Trends abgeleitet - tatsächlich zutreffend? Produzieren nicht gerade die Medien - alle sind gemeint - sehr viele "bad news", egal
ob bewusst oder unbewusst? Es hat sich oft gezeigt, dass einer gute Recherche nicht immer Genüge getan wurde/wird. Macht gute Recherche "Auflage" zunichte? Und nein - nicht nur das Blättchen mit den 4 großen Buchstaben gilt es da anzuführen.

Wird nicht auch durch verbreitete Meinung und der damit aufkommenden "Stimmung" in gewissen Weise
manipuliert - bewusst und auch unbewusst? Wird auf die Leichtgläubigkeit derer spekuliert, die alles Gelesene, Gehörte ohne zu hinterfragen, für bare Münze nehmen?

Was machen z. B. Politiker - und zwar alle!? Mit deren Meinungen wird "Stimmung" gemacht - für eine Partei, bzw. gegen andere Parteien. Die aufgeheizte emotionale Stimmung generiert die jeweiligen Wähler - es wird doch gar nicht hinterfragt, ob das tatsächlich stimmt, was an "Meinungen" verbreitet wird. Und mit gezielter Polemik - da kommt die Würze in die "Stimmung". Die politische Welt zeigt doch, wie "Stimmung" gemacht und zu Wahlgewinnen genutzt wird - "Stimmung durch Meinung". Aufzuzählen, wer die politischen Nutznießer von "Stimmung" waren/sind, erspare ich mir.... ;)

Benutzeravatar
 
Beiträge: 3203
Registriert: 24.01.2012
Wohnort: München
Geschlecht: Weiblich ♀

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Aria » Mo 18. Jun 2018, 23:43

Bummler hat geschrieben:
Wer etwas zu verlieren hat, verliert Offenheit, Risikobereitschaft und Neugier, zugunsten einer Art von Konservativismus, die ängstlich und/oder aggressiv versucht zu sichern, was sie noch hat.
Mein Kommentar dazu: Wer risikobereit ist, ist auch bereit, etwas zu verlieren. Risiko geht so, anders geht es nicht. Dieser Carsten aber denkt, es müsste Risiko ohne die Angst, etwas zu verlieren, geben. Der ganze Artikel gibt sich objektiv, ist aber subjektiv und vor allem suggestiv. So nach dem Motto: Es ist völlig in Ordnung, wenn du Angst vor der Zukunft hast, die Schuld dafür haben eh die anderen: Entweder die Migranten oder die Neoliberalen oder beide zusammen.

Dabei tut er so, als es ob man früher angstfrei leben konnte. Und begründet das mit Uninformiertheit der Menschen früher: Sie wussten weniger von der Welt also haben sie sich nicht darum gekümmert. Sie haben ihre Arbeit, Familie, Freunde gehabt, alles andere hat sie nicht interessiert. Sie lebten in einem Kokon, haben die Welt draußen ignoriert und sich mit dieser Ignoranz Seelenfrieden erkauft.

So habe ich nie gelebt. Ich mag das Leben so wie es ist, mit Höhen und Tiefen. Weil ich weiß, wie es früher war, und wie es jetzt ist. Früher gab es kalten Krieg, die SS-20 Raketen und die Pershing II, es gab Tschernobyl und Wackersdorf bzw. Proteste gegen all das. Die Angst damals war eine wirkliche, heute ist sie größtenteils eine eingebildete.

Nur dass Trump wieder mit Waffen spielt, macht mir Angst. Weil die Welt schon mehrmals am Rande eine Katstrophe stand – siehe hier und hier.

Benutzeravatar
 
Beiträge: 2081
Registriert: 05.12.2005
Wohnort: Lübben im Spreewald
Geschlecht: Männlich ♂
Skype: Ruf nicht an!
Alter: 63

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Bummler » Di 19. Jun 2018, 09:11

Aria hat geschrieben:Die Angst damals war eine wirkliche, heute ist sie größtenteils eine eingebildete.


Spielt das eine Rolle? Angst bleibt Angst. Ist diese Empfindung denn weniger emotional, wenn sie nur "eingebildet" ist?
Und! Die Frage bleibt ja: was löst diese Angst aus? Sind das innere Prozesse, die unabhängig von der Außenwelt passieren oder werden diese Ängste von der Außenwelt initiiert?

Fragen über Fragen... Der Carsten ist übrigens Psychologe, also vom Fach. Das so ein Artikel (wie auch die anderen von ihm) durchaus suggestiv wirken, ist wohl schon seiner Profession geschuldet. Aber er ist m.E. tiefgründig und intellektuell.

Man reflektiert und vergleicht mit der eigenen Lebenssituation. So sind ja die Fakten, das es der Menschheit immer besser geht nicht von der Hand zu weisen. Freilich ist der Fakt, das immer weniger Menschen hungern für mich persönlich irrelevant, weil ich ja selbst zu DDR-Zeiten nicht hungern musste. Und es gibt auch kein Indiz dafür, ob ich je hungern müsste (wobei das für meine Gesundheit eigentlich gut wäre, nur so nebenbei).
Für mich ist dagegen relevant, wann und wieviel Rente ich bekomme und ob ich bei meiner Lebensversicherung Überschussanteile bekomme oder nur die Garantieverzinsung.

Und da ist die Bilanz, also aus persönlicher Sicht, nicht mehr so erfreulich. Die Frage, ob denn die Rente noch reicht, um sorgenfrei leben zu können, kann ich nicht ohne weiteres bejahen. Wobei die Gefahr an sich, mal objektiv gesehen, klein ist, aber die Tendenz macht Angst.

Eigentlich ist es die Gewissheit das ich nicht hungern muss, dass mich der Fakt, das die Menschen weniger hungern müssen weniger tangiert, als die Ungewissheit, ob die Rente reicht, die Ängste auslöst. Blüm hatte das seinerzeit so formuliert: "Die Rente ist sicher!"
Das darauf folgende Gelächter und Gezeter hat unsere Gesellschaft in eine tiefe Krise geführt, mit dieser unterschwelligen Ungewissheit, das sie eben nicht sicher sein könnte. Dabei ist sie ja sicher. Der Unterschied, den es zwischen der Rente von früher und jetzt gibt, ist also weniger monetär (dafür kann man vorsorgen), sondern es ist die Unsicherheit wie die denn mal aussieht.

Was hat sich also zu früher verbessert?

Aber die Rentengeschichte ist eben auch nur ein Detail, obwohl schon die Kirchen wussten, wie wichtig es ist, also psychologisch wichtig, den Menschen ein schönes Leben zu versprechen und wenn es auch nur nach dem Tode ist. Der Mensch braucht ein lohnenswertes Ziel und Halt, dann hat er auch keine Angst, oder besser, er empfindet keine Angst.

Und damit sieht es eben derzeit nicht so doll aus. Da helfen auch alle Erfolgsmeldungen nicht.

Benutzeravatar
 
Beiträge: 2094
Registriert: 19.11.2002
Wohnort: Paderborn
Geschlecht: Männlich ♂
Skype: Nie
Alter: 68

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von hajo » Di 19. Jun 2018, 12:52

Bummler hat geschrieben:Blüm hatte das seinerzeit so formuliert: "Die Rente ist sicher!"
Richtig.

Präsens.
Gesagt vor zunächst mehr als 30 Jahren, einmal wiederholt vor mehr als 20 Jahren.

Wenn ich am 8. Juni 2018 erklärt hätte, es schneie draußen, hielten mich die Mitmenschen für meschugge.

Aber Blüm wird weiterhin auf seinen Ausspruch festgenagelt (der seinerzeit stimmte!), weil seine Aussage ja ad infinitum zu gelten habe...
Sonst kann man ja keine Politik auf seine Kosten machen.

Benutzeravatar
 
Beiträge: 2094
Registriert: 19.11.2002
Wohnort: Paderborn
Geschlecht: Männlich ♂
Skype: Nie
Alter: 68

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von hajo » Di 19. Jun 2018, 12:59

Bummler hat geschrieben:Angst bleibt Angst. Ist diese Empfindung denn weniger emotional, wenn sie nur "eingebildet" ist?
Sicher nicht.

Angst als Psychose...

Manchmal behandelbar, oft nicht wirklich.
Ich weiß, wovon ich spreche.

Dennoch geht es hier m.E. um etwas anderes.
Es gibt Ängste, die hat der eine, die andere hat sie nicht (oder eben andere). Rationalität hat mit Angst nun mal gar nichts zu tun.
Nie.
Es ist Kriterium der Angst, sich weitgehend unbegründet zu entwickeln.
Begründet wäre das Furcht. Dagegen kann man - manchmal - etwas tun.

Hier jedoch geht es nicht um diese psychische Form einer wie auch immer bedingten oder gar "begründeten" Psychose, sondern um eine Masche, Menschen zu beeinflussen.
"Angst machen" - dazu gibt es reichlich Videos im Internet - bedeutet, etwas zu initiieren, zu veranstalten, um einen kurzen, aber entscheidenden - WAHL - Effekt zu erzielen.

DAS hat m.E. mit der von dir geschilderten "Angst" primär wenig zu tun.

Benutzeravatar
 
Beiträge: 3203
Registriert: 24.01.2012
Wohnort: München
Geschlecht: Weiblich ♀

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Aria » Di 19. Jun 2018, 15:49

hajo hat geschrieben:Hier jedoch geht es nicht um diese psychische Form einer wie auch immer bedingten oder gar "begründeten" Psychose, sondern um eine Masche, Menschen zu beeinflussen.
"Angst machen" - dazu gibt es reichlich Videos im Internet - bedeutet, etwas zu initiieren, zu veranstalten, um einen kurzen, aber entscheidenden - WAHL - Effekt zu erzielen.
Eben. Bei Carsten hat dieses Angstmachen auch ein Nebeneffekt: So generiert man Patieneten.

Benutzeravatar
 
Beiträge: 2081
Registriert: 05.12.2005
Wohnort: Lübben im Spreewald
Geschlecht: Männlich ♂
Skype: Ruf nicht an!
Alter: 63

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Bummler » Mi 20. Jun 2018, 08:43

Jetzt habe ich es, also den Grund für den gesellschaftlichen Wandel!
Womit bewiesen wäre, dass Arztbesuche, insbesondere dann wenn man stundenlang im Wartezimmer sitzt und gezwungen ist irgendwelche Magazine zu lesen, die man sonst nicht kaufen würde, einen therapeutischen Effekt haben, also intellektuell. (hängt natürlich vom Arzt ab und dessen IQ).

Warum? Weil ich den folgenden Artikel im Fokus gelesen habe:
https://www.focus.de/kultur/buecher/buc ... 21560.html

Wird man im Urlaub dümmer? Wissenschaftler sind sich da ziemlich sicher. Sie haben Vorher-nachher-Tests unternommen und festgestellt: Wer die Ferien damit verbringt, auf dem Liegestuhl am Pool zu dösen, kann dabei tiefenentspannt mitverfolgen, wie der eigene Intelligenzquotient binnen wenigen Tagen um rund 20 Punkte in den Keller rasselt.


Die Erklärung wird natürlich mitgeliefert:

Die Verblödungsursache ist natürlich das Rundum-Verwöhnprogramm. Wer an einem gewöhnlichen Pool liegt und dabei so komplexe Gedanken wälzt wie: „Wo kriege ich jetzt einen Gin Tonic her? Woher den Gin? Woher Eis, Tonic, Zitronenscheibe?“ – der ist geistig ganz anders gefordert und bleibt fitter als die Passagiere eines Luxusliners, denen das Service-Personal ihren Gin-Tonic-Wunsch bereits von den Augen abliest, noch bevor er zu Ende gewünscht ist.
Es sind die Schlamassel des Lebens, die uns geistig wach und strapazierfähig halten. Die umfassende Schlamassellosigkeit an Bord eines All-inclusive-Luxusdampfers richtet logischerweise das brutalstmögliche Intelligenz-Massaker an.



Durch den zunehmenden Luxus werden wir immer blöder und damit einher geht dann natürlich der gesellschaftliche Wandel, zu immer blöderem Verhalten.

:mrgreen:

Benutzeravatar
 
Beiträge: 3203
Registriert: 24.01.2012
Wohnort: München
Geschlecht: Weiblich ♀

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Aria » Do 21. Jun 2018, 00:19

Bummler hat geschrieben:Durch den zunehmenden Luxus werden wir immer blöder und damit einher geht dann natürlich der gesellschaftliche Wandel, zu immer blöderem Verhalten.

:mrgreen:
Endlich mal ein klares Statement von dir. :D

Benutzeravatar
 
Beiträge: 2081
Registriert: 05.12.2005
Wohnort: Lübben im Spreewald
Geschlecht: Männlich ♂
Skype: Ruf nicht an!
Alter: 63

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Bummler » Do 21. Jun 2018, 12:18

Aria hat geschrieben:
Bummler hat geschrieben:Durch den zunehmenden Luxus werden wir immer blöder und damit einher geht dann natürlich der gesellschaftliche Wandel, zu immer blöderem Verhalten.

:mrgreen:
Endlich mal ein klares Statement von dir. :D



Ohne Widerspruch? Aria wir sind uns mal einig?

Das geht doch gar nicht. Ich habe doch gar keine Belege für meine Behauptung.....

Benutzeravatar
 
Beiträge: 2094
Registriert: 19.11.2002
Wohnort: Paderborn
Geschlecht: Männlich ♂
Skype: Nie
Alter: 68

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von hajo » Do 21. Jun 2018, 12:53

Bummler hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Endlich mal ein klares Statement von dir. :D


Ohne Widerspruch? Aria wir sind uns mal einig?

Das geht doch gar nicht. Ich habe doch gar keine Belege für meine Behauptung.....

Für Behauptungen braucht man doch keine Belege. (Ideologen wissen das.)

Sonst wären es ja Fakten, oder?!

Zudem entspricht das neudeutsche Wort "Statement" wohl der - altdeutschen - Bedeutung "Stellungnahme"...

VorherigeNächste

Zurück zu Sonstiges

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste