Aktuelle Zeit: Mo 6. Jul 2020, 20:19

FKK-Freunde.info

Das deutsche FKK-Forum

Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Kurioses, Lustiges, Aufmunterndes was unsere Forengemeinschaft interessieren dürfte
 
Beiträge: 2783
Registriert: 29.11.2005
Wohnort: Bremen

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Tim007 » Mi 27. Nov 2019, 00:58

Aria hat geschrieben:
Es bewahrheitet sich immer wieder: Der Mensch will belogen werden.


Das ist wahr.
Ein anderes Phänomen: Warum lesen viele nur die Zeitungen, die politisch auf der gleichen Länge liegen? Um sich bestätigt zu fühlen?

Benutzeravatar
 
Beiträge: 2968
Registriert: 05.12.2005
Wohnort: Lübben im Spreewald
Geschlecht: Männlich ♂
Alter: 64

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Bummler » Do 28. Nov 2019, 10:43

Tim007 hat geschrieben:
Ein anderes Phänomen: Warum lesen viele nur die Zeitungen, die politisch auf der gleichen Länge liegen?


Da kann ich dir helfen:
https://www.jungewelt.de/
https://www.neues-deutschland.de/
https://www.epochtimes.de/

:mrgreen:

Benutzeravatar
 
Beiträge: 4617
Registriert: 24.01.2012
Wohnort: München
Geschlecht: Weiblich ♀

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Aria » Mo 17. Feb 2020, 15:51

Zitat aus der Süddeutschen von heute – leider hinter der Bezahlschranke:

Eine Frau steht am Bügelbrett, auf dem Herd köchelt Eintopf. Während sie staubsaugt, Wäsche aufhängt und aufräumt, geht im Ofen ein Kuchen auf. Sie kämmt sich, trägt Lippenstift auf und etwas Parfum. Wenn ihr Mann von der Arbeit kommt, wird sie ihn begrüßen und ihm die Jacke abnehmen. Was sich liest wie ein Auszug aus dem "Handbuch für die gute Hausfrau" von 1955, ist die Beschreibung eines typischen Wochentags von Alena Kate Pettitt.

Die Britin gilt als Protagonistin einer Bewegung, die in den sozialen Medien unter dem Hashtag #Tradwife (traditional housewife) Diskussionen auslöst. Ein großer Schritt - allerdings zurück, Richtung Nachkriegszeit. "Sich dem Ehemann unterordnen, als wäre es 1959": Für Pettitt ganz klar besser, als im Büro nach der Pfeife des Chefs zu tanzen, sagt sie im britischen Frühstücksfernsehen.
(…)
In den USA werden Tradwives von der Alt-Right-Bewegung und ultrarechten Supremacisten für eine Ideologie der überlegenen Rasse instrumentalisiert, zum Beispiel von Hunter Drew, der auf seinem Blog The Family Alpha Frauen als "Heiratsmaterial" bezeichnet, das weiße Nachkommen sichert.


Zugleich nehmen Tradwives für sich in Anspruch, bessere Ehefrauen und Mütter zu sein als diejenigen Frauen, die außerhalb des Hauses arbeiten gehen und den Haushalt und Kindererziehung nur nebenbei erledigen. Sie bezeichnen sich deswegen als bessere Feministinnen und haben großen Zulauf. Dass Trump trotz seiner sexistischen Äußerungen gewählt wurde, war also kein Zufall.

Wenn ich richtig gelesen habe, was in den 1950er und 1960er von den konservativen Kreisen zugunsten dieser Rollen geschrieben wurde, dann gibt es jetzt, im Jahr 2020, tatsächlich keinen Unterschied mehr zu früher.

Benutzeravatar
 
Beiträge: 1246
Registriert: 22.08.2019
Wohnort: Paderborn
Geschlecht: Männlich ♂
Skype: nein

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von HaJo » Mo 17. Feb 2020, 23:54

Aria hat geschrieben:Wenn ich richtig gelesen habe, was in den 1950er und 1960er von den konservativen Kreisen zugunsten dieser Rollen geschrieben wurde, dann gibt es jetzt, im Jahr 2020, tatsächlich keinen Unterschied mehr zu früher.
Ich bin ja schon lange der Ansicht, dass sich Differenzierungsfähigkeit am besten in Verallgemeinerungen auszudrücken vermag.
Dennoch kenne ich das ein wenig anders. Also nur von einer Minderheit. Einer großen jedoch.
Es soll Frauen geben, die arbeiten außerhalb des eigenen Zuhauses und haben dennoch Mann, evt. Kinder etc.

Ich selbst lebe seit Jahrzehnten in solchen Beziehungen.
Frauenarbeit gab und gibt es bei uns zu Hause nicht. Maximal: Aufteilung.

Seit ebenfalls Jahrzehnten bin ich überwiegend für die Versorgung der Familie - heute nur noch wir zwei - zuständig. Also Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäsche machen etc. Um die Kinder hab ich mich zwar gekümmert, aber anteilsmäßig weniger.

Mittlerweile bin ich allein für "das Haus" zuständig.
Neben dem alltäglichen Kram (vom Fensterputzen, notwendiger Materialbeschaffung über Reparaturen bis zu Behördennotwendigkeiten) also auch für alles zu organisierende - vom Sperrmüll abholen bis zum Baumschneiden.
Meine Liebste arbeitet täglich etwa 9 bis manchmal - heute z.B. - 13 Stunden. Klar, dass sie dann versorgt wird und nichts anderes machen muss. Für mich nicht eines Gedankens wert.
Selbstverständlich organisiere ich auch jedweden Urlaub oder - falls gewünscht - Wochenendfahrt.
Ich achte darauf, dass alles Technische läuft, Wartungen, Brennstoffe organisiert werden; sorge für die Bezahlungen, die Daueraufträge, Lastschriften...

Ja und?

Mir bricht da kein Zacken aus der - sowieso nicht vorhandenen - Krone.

Ich hab schon früher meinen männlich, chauvinistisch erzogenen SchülerN immer wieder zu verstehen gegeben, dass ich mich schämen würde, wäre ich nicht in der Lage meine Hemden zu bügeln, Klopapier zu kaufen oder das Bad zu reinigen.
Deutlicher könne man doch seine Lebensunfähigkeit nicht demonstrieren.

Tja, und was das "Schönmachen" angeht:
Ich trage weder Lippenstift auf noch bekleide ich mich, bevor sie nach Haus kommt.
Sie wäre gerade bei Letzterem auch ziemlich enttäuscht...
Aber ab und an überrasche ich sie mit irgendeiner Nicht-alltäglichkeit.

Gehört einfach dazu.

Für MICH.

Natürlich weiß ich, dass es auch andere Beispiele gibt.

Ich denke da an meinen Sohn.
Der macht das genauso mit seiner Familie. Das weitaus meiste erledigt er zu Haus.
Allerdings nicht jeden Tag, da er beruflich bedingt oft in der Gegend rumreisen muss.

Im Ernst:
Klar gibt es die Männer, die von ihren Frauen umsorgt werden und verhätschelt werden, nicht ahnen, was diese so tagtäglich alles zu erledigen haben und auch geschafft haben.
Meine Mutter war so eine, die sich letztlich damit auch ihre Gesundheit ruiniert hatte.

Nun, so weit bin ich nun wirklich nicht.
Käme ich auch nicht da hin...

 
Beiträge: 322
Registriert: 05.10.2015
Wohnort: Frankenland
Geschlecht: Männlich ♂

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Free2015 » Di 18. Feb 2020, 05:29

Aria hat geschrieben:... Für Pettitt ganz klar besser, als im Büro nach der Pfeife des Chefs zu tanzen...

Oder nach der Pfeife der Chefin.

Übrigens haben 100% der Deutschen eine Chefin. Ist seit 2005 dieselbe, und für den gesellschaftlichen Wandel mitverantwortlich.

 
Beiträge: 2783
Registriert: 29.11.2005
Wohnort: Bremen

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Tim007 » Di 18. Feb 2020, 12:03

Bummler hat geschrieben:
Tim007 hat geschrieben:
Ein anderes Phänomen: Warum lesen viele nur die Zeitungen, die politisch auf der gleichen Länge liegen?


Da kann ich dir helfen:
https://www.jungewelt.de/
https://www.neues-deutschland.de/
https://www.epochtimes.de/

:mrgreen:


:lol:

Benutzeravatar
 
Beiträge: 2968
Registriert: 05.12.2005
Wohnort: Lübben im Spreewald
Geschlecht: Männlich ♂
Alter: 64

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von Bummler » Di 18. Feb 2020, 12:30

Ja da passt vielleicht diese Meldung dazu:
Kultusministerkonferenz
Präsidentin Hubig will Unterricht für Mädchen und Jungen trennen

https://www.spiegel.de/panorama/in-math ... 2ac13b4099

Da habe ich mich auch gewundert. Auch das wäre für mich ein Rückschritt.
Aber vielleicht gibt es ja ähnlich gute Gründe, wie bei Hajo, der die Hausarbeit macht.

Online
Benutzeravatar
 
Beiträge: 4003
Registriert: 24.07.2009
Wohnort: Westsachsen
Geschlecht: Männlich ♂

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von guenni » Di 18. Feb 2020, 13:11

es sieht nach rückschritt aus, aber die trennung soll ja nicht rein aufgrund des geschlechtsunterschiedes erfolgen. es wäre doch das experiment wert, zu ermitteln, ob die mädchen, wenn sie unter sich sind, größere lernerfolge erzielen. wenn dem so ist, sollten anschließend die erkenntnisse im wieder gemischten unterricht berücksichtigung finden.

Benutzeravatar
 
Beiträge: 1246
Registriert: 22.08.2019
Wohnort: Paderborn
Geschlecht: Männlich ♂
Skype: nein

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von HaJo » Di 18. Feb 2020, 13:36

guenni hat geschrieben:es wäre doch das experiment wert, zu ermitteln, ob die mädchen, wenn sie unter sich sind, größere lernerfolge erzielen.

Das ist längst untersucht.
Siehe Internet...

Benutzeravatar
 
Beiträge: 1246
Registriert: 22.08.2019
Wohnort: Paderborn
Geschlecht: Männlich ♂
Skype: nein

Re: Dokumente des Gesellschaftlichen Wandels II

Beitrag von HaJo » Di 18. Feb 2020, 13:44

Bummler hat geschrieben:Ja da passt vielleicht diese Meldung dazu:
Kultusministerkonferenz
Präsidentin Hubig will Unterricht für Mädchen und Jungen trennen

Da habe ich mich auch gewundert. Auch das wäre für mich ein Rückschritt.
Aber vielleicht gibt es ja ähnlich gute Gründe, wie bei Hajo, der die Hausarbeit macht.
Zumindest wurde - ohne von meiner Aktivität zu wissen - dieses mehrfach untersucht.
Einfach mal suchen...

Ich wurde jedenfalls im Gymnasium von sämtlichen Mädchen ferngehalten, da reine Jungenschule.
Ich fand es spätestens ab der 7. Klasse (Quarta hieß das auf dem humoristischen Gymnasium) ziemlich "schade".
Es fand eine verzögerte Entwicklung statt, deren Folgen ihr armen "user" hier bisweilen ertragen müsst ;) und unter der ich lange gelitten habe.
Ihr tut mir leid.

Ich mir auch...

VorherigeNächste

Zurück zu Sonstiges

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: YaCy [Bot] und 8 Gäste