Ich werde nicht zum Exhibitionisten und animiere nicht, an Exhibitionisten zu denken, wenn ich im Zusammenhang von öffentlicher Nacktheit auch von „Nacktheit zeigen“ schreibe oder spreche. Und wer das unterstellt, verirrt sich unberechtigt in die Welt der Exhibitionisten. Nicht ich, sondern diese haben ein Problem mit der Sprache.
Nicht nur Exhibitionisten, sondern viele andere „üble“ Gruppen nutzen – aber besser missbrauchen - in übler Form bestimmte Wörter, um das Eigentliche zu verdecken. Ich lasse mir deshalb meinen Wortschatz nicht einschränken.
Hier im Forum habe ich eine vergleichbare Erfahrung gemacht, als ich mit Tuyahecken umgebene FKK-Areale als Ghettos bezeichnet habe.
Und „sichtbarer Naturismus“ bedarf dringend der weiteren Erklärung, dass damit eigentlich nur Nacktheit gemeint sei. Denn was die sogenannten „Naturisten“ sonst noch ihrer Nacktheit zuordnen, sind ja bestenfalls Empfindungen und Verhaltensweisen – also „unsichtbarer Naturismus“.
Ich empfehle, bei der schlichten und für jedefrau und jedermann verständlichen Sprache zu bleiben und redliche Nacktheit als Freund der Freude am Nacktsein auch zu zeigen und das auch zu formulieren, wie sich viele andere Gruppen auch über bestimmte Bekleidung der Öffentlichkeit zeigen. Dieses Zeigen der Nacktheit ist von mir nie aggressiv und provozierend zu verstehen, sondern erklärt eine bestimmte Lebensgewohnheit. Wie es z. B. die Jecken zur Faschingszeit halten und sonstige "Uniformierte".
Redlich Nacktheit erklärterweise auch zu zeigen, soll man auch verstehen, als sich vom "Zeigen" der Exhibitionisten bewusst öffentlich abzugrenzen und diese in ihre "Ghettos" zu verweisen. Redliche Nacktheit soll gezeigt werden, da sie erlaubt und und zu tolerieren ist. Die Nacktheit der Exhibitionisten ist eine Straftat.
Eine Empfehlung als Extra:
Ein Credo für alle Freunde der Freude an der Nacktheit im öffentlichen Raum:
https://drive.google.com/file/d/1UufDns ... sp=sharing
Axel Geertz