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Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von Horst » Do 25. Nov 2021, 15:03

Hans H. hat geschrieben:Warum wurde dann mein letzter Beitrag mit gelöscht? Mit Streit etc. hatte der nichts zu tun...
Der fiel dann der Löschaktion irrtümlich zum Opfer. Entschuldigung dafür,

Gruß
Horst

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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von Horst » Do 25. Nov 2021, 15:05

Da stimme ich Dir voll und ganz zu, Mathias F.

Gruß
Horst

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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von Campingliesel » Do 25. Nov 2021, 15:32

riedfritz hat geschrieben:
Und das ganz schön häufig, denn in vielen Familien gab es viele Kinder.
Da hast du aber seltsame Vorstellungen!
1. war Geschlechtsverkehr zum Zwecke der Kinderzeugung erlaubt,
2. Wie oft und mit welchem Abstand muß man im Leben Geschlechtsverkehr haben um 5 oder mehr Kinder zu zeugen, wenn beide Partner einigermaßen gesund sind?


Ich habe sicher keine seltsamen Vorstellungen.

Natürlich war es zu diesem Zweck erlaubt. Deshalb ist es ja totaler Unsinn, wenn Aria schreibt, daß auch die Sexualität mit Scham belegt worden sei und als eine Sünde bezeichnet worden sei.

Der 2. Punkt ist völlig unrelevant. Wie kommst Du wieder auf eine solche überflüssige Frage? NIemand hat davon was gesagt.

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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von tytoalba » Do 25. Nov 2021, 15:43

Horst hat geschrieben:Der fiel dann der Löschaktion irrtümlich zum Opfer. Entschuldigung dafür
Aber WEHE ein Nutzer schreibt mal was "Falsches" ...
Tja.
Macht müsste man haben.

 
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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von Hans H. » Do 25. Nov 2021, 17:52

@tytoalba: ist gut, nicht aufregen

Zum Beitrag von MathiasF: Da bin ich mir nicht so sicher, wie man das Thema Ethik und Moral in Bezug auf die Nacktheit diskutieren kann, ohne dabei zu berücksichtigen, woher überhaupt die über Jahrhunderte eindoktrinierten und heute abgeschwächt weiter gültigen Moralvorstellungen in Bezug auf Nacktheit und Sexualität kamen.

Andererseits ist die Feststellung völlig richtig, dass es das Nacktheitstabu auch in nicht-christlichen Gesellschaften gibt. Dazu müsste man nun eigentlich wieder den Ursprung des Schamgefühls analysieren und diskutieren, weil dieses ja eine wesentliche Rolle dazu beigetragen hat, dass sich die allermeisten Gesellschaften zu einer solchen Moral gegenüber Nacktheit entwickeln konnten.

Einzigartig ist meiner Meinung nach in der christlichen Moral nur die über lange Zeit allgemeingültige und in vielen Ländern heute noch geltende Einstellung zu Sex, wie es riedfritz einige Beiträge zuvor geschrieben hatte (Geschlechtsverkehr war nur zum Zwecke der Kinderzeugung erlaubt, auch in der Ehe verboten, wenn es nur zum Vergnügen sein sollte, deshalb waren Verhütungsmittel verboten, bzw. sind in vielen Ländern noch tabu).

Aber ich meine, dass dieses Thema getrennt von der Nacktheit, und damit nicht hier in diesem Thread zu betrachten ist, da es das Nackt-Tabu mit nur noch sehr wenigen und kleinen Ausnahme-Gesellschaften nahezu überall gibt, aber diese "Verteufelung" der Sexualität in Gesellschaften der alten asiatischen Glaubensrichtungen unbekannt ist.

Meiner Meinung nach kommen wir ohne Betrachtung des Einflusses des Schamgefühls auf die Moral und Ethik nicht sehr weit. Aber eine Betrachtung der Grundlagen des Schamgefühls aus evolutionsbiologischer Sicht beginne ich nicht mehr, weil das nicht ohne wissenschaftliche Herleitungen geht und solche hier im Forum ständig verteufelt werden. Damit hänge ich an einem Punkt fest, an dem ich kaum noch mehr einbringen kann.

 
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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von riedfritz » Do 25. Nov 2021, 18:13

CL hat geschrieben: Deshalb ist es ja totaler Unsinn, wenn Aria schreibt, daß auch die Sexualität mit Scham belegt worden sei und als eine Sünde bezeichnet worden sei.

Der 2. Punkt ist völlig unrelevant. Wie kommst Du wieder auf eine solche überflüssige Frage? NIemand hat davon was gesagt.
Aria´s Feststellung ist völlig richtig, wie einige hier in ihren Kommentaren ebenfalls feststellen!
Zu 2: Durch dich. Seit wann kann man aus der Zahl der Kinder darauf schließen, ob jemand sexuell aktiver ist als andere? Im Extremfall braucht es für jedes Kind nur einen Geschlechtsakt!

 
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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von Eule » Do 25. Nov 2021, 18:38

@ Aria
Ja, es war eine Antwort auf deinen Beitrag. Noch bevor JP II Bischof und Kardinal in Krakau war, habe ich im Bücherschrank meiner Eltern einen Blldband über die Kunst im Vatikan gefunden. Da waren die Figuren von Michelangelo alle unbekleidet. Nicht JP II hat die Übermalungen im Vatikan entfernen lassen.
Ich werde jetzt auf deine Kritik bezüglich der religiösen Gemeinschaften und besondere auf die der kath. Kirche nicht weiter eingehen, weil diese Kritik nicht in dieses Thema hier passt. Mir ist es bewusst und erinnerlich, dass du hier einen sehr eingetrübten Blick hast und deine sonst so gute Sachlichkeit darunter leidet.

@ Campingliesel
Wenn überzeugte FKK’ler, die sich ihrer Freiheit über viele gesellschaftlichen Beschränkungen erfreuen und solches propagieren, mit den gleichen Vorbehalten untereinander reagieren, dann stimmt etwas nicht. Entweder fehlt es ihnen an der Freiheit, an der inneren Freiheit oder diese Freiheit ist nicht vollständig vorhanden.
Von einem Nicht-FKK-Bürger brauchen wir hinsichtlich des nackten Einkaufens gar nichts zu erwarten, denn der geht ja gar nicht in einen Laden auf einem FKK-Platz.
Stimmt, aber sie hören davon, wenn darüber gesprochen wird.
Die Betreiber des Platzes haben sich damals nach den Wünschen der Leute gerichtet, die damit anfingen, beim Einkaufen angezogen zu sein, weil sie das hygienischer fanden, und so würden sie es sicher auch wieder akzeptieren, wenn viele Leute es nun wieder anders machen wollen.
Richtig, die Betreiber der FKK-.Anlage und/oder des Geschäftes richten sich nach den Wünschen der Gäste und Kunden aus. Diese sind ja daran interessiert, dass die Kunden und Gäste zufrieden sind, denn nur so können sie ihren Umsatz generieren. Dass das Personal bekleidet ist hat nur damit was zu tun, dass diese als solche erkannt werden.
Die Frage ist hier doch, warum ist dieses so? Diese Frage habe ich schon damals mit Aria im alten Forum kontrovers diskutiert, als es um die Frage des gesellschaftlichen Wandels ging. Aria sah und sie wird es sicherlich heute wieder bestätigen, in den 1970-ger Jahren einen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer Toleranz zur FKK. Ich hingegen sah und sehe dieses als eine Modeerscheinung, die verschwand, als der Reiz des Besonderen, des Modernen vorbei war und man sich über die Nacktheit nicht mehr profilieren konnte.
Campingliesel, glaube mir wirklich, die Modewelle der Intimrasur hat auf die Frage der Akzeptanz der FKK keinen Einfluss. Als die Intimrasur aufkam, habe ich die Diskussionen innerhalb der DFK-Vereine mitbekommen. Ich habe das einhellige Gegen in der Verbandszeitschrift des DFK gelesen. Du bist in dieser Zeitepoche aufgewachsen und hast diese damals verkündete Meinung verinnerlicht. OK, dieses ist so und ich kann dieses auch so akzeptieren. Es hat den FKK-Vereinen nur insofern geschadet, als sie diese Menschen nicht aufgenommen haben und so viele potentielle Mitglieder verloren haben.
Aber sind dieses nicht alles Äußerlichkeiten? Richten wir uns nach dem, was offensichtlich so ist oder fragen wir nach, warum dieses so ist? Also, warum ist dieses so?
Wenn also vor allem im Internet von der FKK geredet wird, dann folgt eben fast automatisch das Thema Sex, und zwar eben nicht der normale Sex in der privaten Partnerschaft, wogegen auch ein FKKler nichts hat, sondern der käufliche, der Porno und die Mißbräuche. So als ob FKK automatisch immer in diese negative Szene führen würde. Aber die MIßbräuche der Bezeichnung FKK für Sex-Clubs tut eben genau das.
Unsere Mitbürger sind schon intelligent genug, um zu wissen, dass FKK und das Rotlichtmilieu nicht zusammen gehören.

@ alle
Es macht nun mal wirklich keinen Sinn, sich hier über die Sexualmorallehre der kath. Amtskirche zu unterhalten. Vielen fehlt hier das Wissen, wie sich diese Sexuallehre begründet und ebenso können die Meisten hier sicher die Frage nicht beantworten, wo der Fehler innerhalb dieser Sexualmorallehre liegt. Nur oberflächlich und platt darüber zu reden, macht wirklich keinen Sinn.

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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von MathiasF » Do 25. Nov 2021, 18:44

Hans H. hat geschrieben:Zum Beitrag von MathiasF: Da bin ich mir nicht so sicher, wie man das Thema Ethik und Moral in Bezug auf die Nacktheit diskutieren kann, ohne dabei zu berücksichtigen, woher überhaupt die über Jahrhunderte eindoktrinierten und heute abgeschwächt weiter gültigen Moralvorstellungen in Bezug auf Nacktheit und Sexualität kamen.

Ich kann in den ersten Beiträgen von Chico nichts lesen, wo er nach dem Einfluß der Kirche fragt. Ihm geht es um das Hier und Jetzt und nicht ums Gestern. Sollte ich mich irren, so lasse ich mich gerne belehren (Frau A.... kann sich das sparen).
Das Problem ist doch, daß dieses Thema nur eine Minderheit interessiert. Für die Allgemeinheit sind solche Diskussionen zu wissenschaftlich. Passt meiner Meinung nach nicht in den Allgemein Bereich. Man sollte sich schon so ausdrücken, daß es auch jeder versteht. Es ist einfach zu komplex, als daß es für den Großteil hier interessant und diskussionswürdig ist.
Oder man richtet einen Bereich unter Sonstiges ein, wo solche hochkomplexen Themen angesprochen werden und sich eben nur bestimmte Foristen damit beschäftigen. Einen Hinweis, daß man als "Normalo" zwar mitreden kann, aber es sollte schon Themenrelevant sein und auch niveaumäßig passen, wäre auch ratsam. So werden sich bestimmte Personen sicher nicht einmischen und sich aus solchen speziellen Themen raushalten. Denke ich mal.

Was den wissenschaftlichen Bereich angeht: Ich für meinen Teil würde mitlesen. Mitreden kann ich da nicht oder nur selten, da ich von dieser Materie keine oder nicht viel Ahnung habe. Allerdings lese und informiere ich mich gerne im Einstein Forum. Natürlich nur Themen, die mich interessieren. Vieles ist mir da zu hoch oder zu verwirrend. ;)
Sicher für den einen oder anderen hier ein interessanter Hinweis. :!: https://einsteinforum.de

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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von Aria » Do 25. Nov 2021, 19:40

Eule hat geschrieben:Es macht nun mal wirklich keinen Sinn, sich hier über die Sexualmorallehre der kath. Amtskirche zu unterhalten.
Wie bereits festgestellt, waren die Sexualmorallehren der christlichen Kirchen bei uns normierend für Ethik und Moral wie woanders Konfuzianismus oder Buddhismus. Wer das nicht thematisieren will, der will nicht sehen, wie es zu heutigen Zuständen auf diesen Gebieten kam. Das, meine liebe Eule, würde diese Diskussion wirklich sinnlos werden lassen.

Nimm dir bitte als Beispiel Hans H. an, der sich ebenso wie ich nicht scheut, Ross und Reiter zu nennen - Zitat:
Hans H. hat geschrieben:Da bin ich mir nicht so sicher, wie man das Thema Ethik und Moral in Bezug auf die Nacktheit diskutieren kann, ohne dabei zu berücksichtigen, woher überhaupt die über Jahrhunderte eindoktrinierten und heute abgeschwächt weiter gültigen Moralvorstellungen in Bezug auf Nacktheit und Sexualität kamen.
(…)
Einzigartig ist meiner Meinung nach in der christlichen Moral nur die über lange Zeit allgemeingültige und in vielen Ländern heute noch geltende Einstellung zu Sex, wie es riedfritz einige Beiträge zuvor geschrieben hatte (Geschlechtsverkehr war nur zum Zwecke der Kinderzeugung erlaubt, auch in der Ehe verboten, wenn es nur zum Vergnügen sein sollte, deshalb waren Verhütungsmittel verboten, bzw. sind in vielen Ländern noch tabu).
Wollen wir ergründen, warum die meisten Menschen hierzulande (eigentlich positiv konnotierte) Nacktheit mit (negativ konnotierten) Sexualität verbanden und immer noch verbinden, was zur Ablehnung der (öffentlichen) Nacktheit – also der FKK – führte und führt, dann müssen wir uns schon die Mühe machen, diese Beziehung zwischen Nacktheit und Sexualität zu untersuchen.

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Re: Reine Nacktheit im öffentlichen Raum aus ethischer Sicht

Beitrag von Campingliesel » Do 25. Nov 2021, 20:03

@ Aria:

Das wissen wir doch schon längst. Die Gesellschaft hat eben immer die Nacktheit nur mit der Sexualität verbunden. Was anderes gab es ja vor der FKK nie.

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