@Elli @all...
bekanntlich sind wir ja irgendwie "an den wurzeln der fkk" angekommen - manche nennen uns "extrem", v.a. weil wir ja bei jedem wetter zu jeder jahreszeit jeden tag drinnen wie draußen nackt sind. im sommer machen wir tatsächlich ein zugeständnis an "public" und ziehen uns für den weg zum wäldchen, an de nletzten häusern vorbei, einen tanga an, der aber so offensichtlich selbst gesachneidert ist, dass er schon wieder kess aussieht und die gedanken ein wenig ablenkt

wenn es im winter bei minusgraden für die paar hundert meter zu kalt zum barfußgehen ist, fahren wir dahin.
dabei ziehen wir uns absolut nichts an, nehmen nur den schlüssel - das handtuch ist im auto - und fahren los.
am waldrand angekommen, steigen wir aus und gehen behutsam - fast geräuschlos - hinein bis zum wasser.
ist es sehr kalt, schwimmen wir nur rasch zum anderen ufer und retour (solang es eben nicht zufriert), gehen zurück, trocknen uns ab und fahren heim. im sommer dauert das länger, da schaffen wir mindestens einen kilometer.
das ist ganz klar jedes mal eine lustvolle herausforderung und hatte anfangs viel gewöhnung gebraucht, v.a. dass dabei im schnee nicht die zehen frieren.
danach gehen wir ins haus und genehmigen uns einen heißen kaffee, den wir schon vorbereitet haben.
wieder ein zugeständnis:
wir tun das alles in der morgendämmerung.
wenn uns da jemand begegnet, sind das entweder frei lebende tiere, die uns längst kennen, oder ein/e frühaufsteher/in mit hund. gelegentlich kommt eine junge joggerin mit stirnlampe.
nacktheit ist dann auf eine ganz einfache weise "stimmig".
da hat noch nie jemand was komisches gesagt oder streng dreingeschaut. vor allem im winter sind die leute irgendwie begeistert, was wir so aushalten, und sprechen gelegentlich ganz nett mit uns - solang es die temperatur erlaubt. einer sagte wie zu sich selbst: "ach, ihr zwei wieder - ein grad und ihr gehts noch immer schwimmen!"
fazit:
was ohne hintergedanken geschieht, wirkt normal. selbst da, wo tagsüber "öffentlichkeit" ist. stadtrand zwar, aber doch mit allem drum und dran: kurzparken, anrainerverkehr, einkaufstaschen gefüllt mit gemüse, das man am ende der gasse kaufen kann.
wir sind ja keine nachtschattengewächse: im sommer gehen wir doch oft auch am nachmittag, wenn's nicht ganz so heiß ist.
ist das "public"? - wohl ja.
ist das "public" im sinne von "medien"? wohl nein.
und noch etwas:
weil wir das über mehrere jahre schon so tun, hat sich - anstelle von scham und zögern - ein "alltagsgefühl" mit ganz normalen bewegungen eingestellt, "als hätten wir was an". dieses "alltägliche" strahlen wir offenbar aus.
also: abtrocknen an der offenen autotüre. abtrocknen an der warmen sonne. im sommer tapsen wir gerne nass heimwärts. immer barfuß. nackte fußspuren in der garage. - so kleine details, die man sieht, die man auch schrullig finden kann, aber unter anderen begleitumständen selbst wohl nicht viel anders machen wollte.
das dazu. falls ihr fragen habt, mailt uns gerne.