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Bergsteigen rund um Innsbruck (und ein bisschen weiter)

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Re: Bergsteigen rund um Innsbruck: Überschreitung Freihut-La

Beitrag von BarfussUlrich » Do 4. Dez 2025, 18:54

Am 07. September war das Ziel die Überschreitung vom Freihut zur Lampsenspitze. Ausgangspunkt ist Praxmar.
Zuerst geht es noch durch den Weiler durch. Nach knapp 500 Gehmetern kann die Kleidung in den Rucksack wandern.

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Blick zurück aufs Zischgele. Die Überschreitung bin ich vor 2 Jahren gegangen (sehr alpin).

Vorbei an einer idyllischen Almsiedlung...
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...beginnt dann die lange Querung Richtung Freihut.
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Freihut ganz rechts im Hintergrund

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Blick Richtung Lüsener Fernerkogel

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Und Richtung Inntal.

Nach 2 Stunden ist das Hochplateau erreicht. Noch ca. 1 km bis zur Gipfelkuppe (2616 m). Daher kommt der Name: die kostenfreie Möglichkeit Vieh hier heroben zu hüten.
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Die Gipfelkuppe

Lt. Av-Führer ist die Überschreitung (in die Gegenrichtung) 4 h und durchaus empfehlenswert mit Kletterstellen bis II angegeben. Sonst keine weiteren Angaben. Ich bin mir sehr unsicher ob ich es mir und meiner Schulter zutrauen kann. 2 ältere, einheimische Bergsteiger kennen die Überschreitung auch nicht - sind also keine Hilfe in der Entscheidungsfindung.

Unentschlossen mache ich mich auf den Weg zurück über die Hochfläche.
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So sieht der erste Teil des Grates aus.
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Nicht sehr scharf. Der eine und der andere Aufschwung. Nichts was wirklich schwierig ausschaut.

Wie von selbst wandere ich an der Abzweigung zurück ins Tal vorbei. Am Ende des Rückens dann diese große Steinpyramide.
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Tatsächlich ist mit einiger Phantasie ein Steiglein zu erkennen. Es führt direkt am Grat hinauf. Bisweilen weicht es kurz rechts in die Flanke aus. Gegen Ende des Blockgrates sind ein paar Mal die Hände hilfreich und nach 200 hm stehe ich am Praxmarer Grießkogel (2712 m).

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Der Blick zurück schaut deutlich steiler aus als es sich im Aufstieg angefühlt hat.

Weiter geht es über den breiten Kamm. Steigspuren weisen durch das Wirrwarr der Blöcke und Löcher.
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Am nächsten Steilaufschwung geht es nach links hinunter. Es folgen Querungen auf Bändern unterhalb der Wand. Immer wieder müssen kurze Unterbrechungsstellen überklettert werden.
In die Gegenrichtung vermutlich deutlich schwerer zu finden (oder noch tiefer zu umgehen)

Die Sorgen bzgl. Machbarkeit haben sich (wieder einmal) als nicht gerechtfertigt herausgestellt.

Nochmals der doch sehr lange Grat:
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Es folgen 200 hm Aufstieg (da schleppe ich mich bereits ziemlich hinauf) um nach 2h 30 min unmittelbar am Gipfelkreuz der Lampsenspitze (2875 m) anzukommen.
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Da es bereits etwas später geworden ist, bin ich alleine am Gipfel.

Im Abstieg wieder mit den Bundschuhen, da die Fußsohlen nicht mehr so gut trainiert sind.
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Rucksackdepot eines späten Wanderers, der Marscherleichterung für den Gipfelaufschwung wollte.

Nach dem ersten kurzen Winteereinbruch eine lange großteils einsame Runde. Ein bisschen Wegfindungsgefühl ist hilfreich.
Eine echte Genusstour

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Re: Bergsteigen rund um Innsbruck: Polizeieinsatz

Beitrag von BarfussUlrich » Do 4. Dez 2025, 19:01

Am 8. November bin ich bei mir zu Hause wieder meine Achselkopfrunde gegangen. ich habe diese dann verlängert und bin noch auf den Brandjochboden und über die Aspachhütte und Rauschbrunnen retour.

Unmittelbar vor meinem Wohnblock hat mich die Polizei angehalten. Nun bin ich amtsbekannt. Sie hatten schon öfters Anrufe wegen eines Nacktwanderers. Es ist definitiv kein strafrechtliches Vergehen. Allerdings haben sie eine Verwaltungsstrafe angedroht.

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Re: Bergsteigen rund um Innsbruck (und ein bisschen weiter)

Beitrag von BarfussUlrich » Do 4. Dez 2025, 19:04

und nun bin ich zum 2. Mal mit Coronaim Krankenstand (Nov. 2021). Daher ist es jetzt Zeit die letzten News zu posten.

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Re: Bergsteigen rund um Innsbruck (und ein bisschen weiter)

Beitrag von Horst » Do 4. Dez 2025, 23:20

Hallo,

dann wünsche ich Dir gute Bessserung.

Wie gewohnt wieder tolle Eindrücke von Deinen Touren.

Gruß
Horst

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Re: Bergsteigen rund um Innsbruck: Möslkopf-Wandkopf

Beitrag von BarfussUlrich » Sa 4. Apr 2026, 10:12

Am 08. März habe ich eine ganz neue Runde ausprobiert. Spannend insofern, weil der Steig vom Steinbruch westlich der Martinswand hinauf zum kleinen Wandkopf in vielen Karten gar nicht eingezeichnet ist.

Start am Parkplatz Martinswand an der Bundesstraße. Nach 10 min zweigt der Steig zur Grotte in den Wald ab und ich kann mich meiner Wäsche entledigen.
Die Abkürzung zur nächsten Forststraße ist bereits mit Klettereinlage. Die alte Reepschnur wäre nicht wirklich notwendig.
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Es folgt ein Stück Asphaltstraße, die auch der Zustieg zur Kaiser-Max-Grotte ist. Da überhole ich zwei asiatische Touristinnen. Wo dann der Weg zur Grotte auf breiter Straße den Steinbruch quert, beginnt der Steig.
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Der gesuchte Steig ist meist gut sichtbar und nur hin und wieder unangenehm. Er zieht oberhalb des Steinbruchs durch den steilen Wald hinauf. Teils ist er sogar bunt (pink, orange, rot, blaue Punkte) und später mit Steinmännchen markiert. 
Der Tiefblick ins Inntal ist immer wieder grandios.
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Der Steig schlängelt sich durch den steilen Wald rund um Felsabbrüche.
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Interessante Wegmarkierungen:
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Und wieder idyllische Passagen.
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Teils absturzgefährdede Querungen am steilen Gras, bei Nässe sicher höchst unangenehm. Ich würde es auch mit Kindern nicht gehen.

Der dauernde Autobahnlärm ist einfach so.
Dafür mit Sicherheit sehr einsam - die perfekte Sonnentour.

Der Gipfel des Kl. Wandkopfs (1346 m) ist unscheinbar (der Ameisenhaufen?).
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Ich dachte der "schwierige" Teil ist vorbei. Es geht weiter nochmals bergauf bis der Steig Richtung Magdeburger Hütte erreicht wird. In der Karte ist da dann die "Steinerne Stiege" eingezeichnet.

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Die steinerne Stiege ist eine ganz kurze Klettersteigeinlage mit Drahtseil und 5 Trittbügel im Abstieg. Davor ist der Wegebau schon sehr, sehr lange her. Die morschen Hölzer sind nicht sehr vertrauenserweckend.
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Der Steig vom Möslkopf ist ein richtig netter, idyllischer Waldsteig. Da kommt mir ein Paar mit Schäferhund an der Leine entgegen. Wie ich an der Frau, die den Hund führt, mit kurzem Gruß vorbei gehe, befiehlt sie dem Hund: "nicht schnappen". Ich bedanke mich für ihre Fürsorge.
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Barfuß war es teilweise gar nicht so einfach: Wurzeln, Dornen, stachelige Samen....

Insgesamt eine nette, eher kurze Runde für schneefreies Frühjahr oder Herbst.

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Re: Bergsteigen rund um Innsbruck (und ein bisschen weiter)

Beitrag von Horst » Sa 4. Apr 2026, 13:20

Hallo,

tolle Eindrücke. :)

Gruß
Horst

 
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Re: Bergsteigen rund um Innsbruck (und ein bisschen weiter)

Beitrag von Trixi » Sa 4. Apr 2026, 15:40

Ein toller Bericht. Vielen Dank, Ulrich.

 
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Re: Bergsteigen rund um Innsbruck (und ein bisschen weiter)

Beitrag von onlynaked » Sa 4. Apr 2026, 16:55

Respekt, Ulrich!

 
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Re: Bergsteigen rund um Innsbruck (und ein bisschen weiter)

Beitrag von Tim007 » Sa 4. Apr 2026, 19:22

Vielen Dank für den stimmungsvollen Bericht!
Sowas fehlt noch in meiner "Sammlung". Du hast mich motiviert.
Einzige Frage: macht es Dir nichts aus, die Felsen barfuß zu begehen?

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Re: Bergsteigen rund um Innsbruck (und ein bisschen weiter)

Beitrag von NaturKraxler » Sa 4. Apr 2026, 22:04

Ulrich darf gerne selbst noch antworten... ;)

...doch es gibt praktisch ein "Barfuss für Fortgeschrittene", siehe in dieser älteren Sendung Barfuß wandern mit dem Schmidt Max (BR - freizeit vom 14.07.2011) ab 6:30 Min. :)

PS: Dieses Format gibt es schon viele Jahre zu den verschiedensten Themen - s. BR-Mediathek - doch anstatt ältere Folgen zu wiederholen "warte" ich immer noch auf die Folge "Nacktwandern mit dem Schmidt Max"... :lol:

PPS: Üblicherweise wird barfuss beim langsameren und weniger "belasteten" Aufstieg gemacht, je nach Tour in Länge und Untergrund dann ab dem Gipfel zum Abstieg (mit höherer Belastung auf die Beine) auf leichte Sohlen gewechselt.

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