Wendelin1971 hat geschrieben: Der Penis ist da - entgegen vieler, dubioser Versprechen - nicht entsprechend verlänger- oder vergrößerbar.
Stimmt so absolut auch nicht ganz (https://de.wikipedia.org/wiki/Penisvergr%C3%B6%C3%9Ferung). Aber ja, die Möglichkeiten sind begrenzt.
Wendelin1971 hat geschrieben: Wobei große Brüste, fast zu jeder Zeit und kulturübergreifend, für Mütterlichkeit und Fruchtbarkeit stehen.
Andererseits hat sich das "Idealbild" des weiblichen Körpers in der Geschichte sicher deutlich stärker gewandelt als das des männlichen Körpers. Man vergleiche z.B. ein Rubens-Gemälde mit Modefotos aus den 1970ern (Twiggy).
Wendelin1971 hat geschrieben: Wäre uns diese Scham nicht von klein auf anerzogene, wäre das beschriebene Szenario - besonders unter Teenagern - ein sehr stumpfes Schwert.
Ich glaube, dass es komplizierter ist.
Insbesondere denke ich, dass das zentrale Problem im Umgang der heutigen Generation ("GenZ") mit Nacktheit nicht die individuelle Schamhaftigkeit ist, sondern der zunehmende gesellschaftliche Konformitätsdruck. D.h. dass man nicht deshalb nicht nackt gesehen werden will, weil man sich seiner Nacktheit schämt, sondern weil die Gesellschaft von einem erwartet, dass man sich nicht nackt zeigt - und man Angst vor den gesellschaftlichen Reaktionen hat, wenn man sich nicht an die Erwartungen hält. Die Diskussion hatten wir ja schon mal im Thread "Sind wir prüder als unsere Eltern" (https://www.fkk-freunde.info/viewtopic.php?f=9&t=38355).
Unrealistische Schönheitsideale spielen sicherlich auch eine Rolle, aber ich denke dass das eher ein sekundäres Problem ist.
A.
PS.
Wendelin1971 hat geschrieben: Was nutzt das größte Werkzeug, wenn man(n) damit nicht umgehen kann?
Wie heist es doch im Englischen so schön: "A fool with a tool ist still a fool"!