von Mr. Jones » Do 10. Jan 2019, 00:46
Dass die zu Hause praktizierte, durch bspw. Gardinen verborgene, Nackheit die Nachbarn irritieren könnte, halte ich für etwas konstruiert. Aber dass zufällig vorbeilaufende Passanten - und in meiner Wohngegend auch viele Kinder - mehr oder weniger zufällig - in freie Einblicke gewährende Fenster einer Erdgeschosswohnung schauen, ist etwas völlig normales. Die typische Reaktion ist ja aber leider nicht unbedingt, dass diese Nackheit als das normale empfunden wird, was sie ist. Ich beuge also gern in vorauseilendem Gehorsam unnötigen Reaktionen und Diskussion vor. Das hält mich trotzdem nicht davon ab, mit meinen Nachbarn zu reden und zu erklären wie normal und schön das nackte Dasein ist. Schön, wenn man so frei ist, sich überall in Haus und Garten nackt zu bewegen und die direkten Nachbarn daran gewöhnt sind. In Haselünne würde mir das wohl auch einfacher sein, als in Berlin - nur als Beispiel - aber ich lebe eben mitten in Berlin, wo Menschen auch gern in Wohnungsfenster gaffen - besonders wohl sicher, wenn dahinter jemand nackt ist. Wohl hauptsächlich aus diesem Grund, sind Vereinsgelände wohl auch blickgeschützt. Der Begriff „aufdrängen“ ist da vielleicht nicht sehr treffend gewesen - wenn ich nackt wandere „dränge“ ich ja dem zufälligem Wanderer, der mir begegnet, auch meine Nacktheit auf: er muss sich damit auseinander setzen, obwohl er das vielleicht gar nicht will. Das wäre ja dann quasi schon öffentliches Ärgernis, denn noch ist ja der Textile die Öffentichkeit. Noch schlimmer sind dann die, die Nacktheit ablehnen; man lese mal in den Foren z.B. bei HolidayCheck, wo tatsächlich auf die Frage nach FKK-Stränden kommentiert wird, dass FKK verboten gehört (sic!).