Ich weiss nicht, ob es an es an der Nordlage des Ruhrgebiets geht. Es gibt Fotos von alten Zeiten. je älter, desto nackter. Da sieht man Männer und Frauen bei der Arbeit oder beim Sport, nackt. Je jünger und bunter die Bilder sind, desto schwieriger wird es, nackte Haut zu finden. Man könnte fast denken, daß es mit dem Farbfilm zu tun haben könnte.
Eine Entwicklung in einem Verein in ein andere Richtung zu bringen, erfordert viel Geduld. Ich finde die sichtbaren Ansätze aber auch spannend und will dabei bleiben. Wo sollte man erfolgreicher für Nacktheit werben können als in einem FKK-Verein. Irgendwann sind alle mal nackt. Das hebt sie alle von der umgebenden Gesellschaft ab. Es gibt eben nur sehr unterschiedliche Grenzen. Ich hoffe, dass es gelingt, mehr Leute zur Überwindung der Grenzen zu begeistern. Nacktivitäten im Verein wären Mittel meiner Wahl. Neue, andere Regeln müssen nicht sein. Regeln haben wir schon genug. Erst einmal brauchen wir gegenseitige Akzeptanz und mehr Lust auf Neues.
Die Idee, dass Nacktheit an die frische Luft gehört und nicht unter Dach, gibt es schon lange in der FKK-Welt. Drinnen vermutete man wohl eher unmoralische Möglichkeiten. Aus ähnliche Grund sind sicher auch unsere Heckenhöhen auf 1m begrenzt. Man weiss es nicht wirklich.
Auch eine andere Regel, die sogar auf unserer Homepage vertreten wird, ist in der FKK-Geschichte schon früh üblich gewesen. Man zieht sich nicht irgendwo, sondern nur in einem Umkleideraum aus und an. Daran halten sich nur wenige. Die Begründungen der Wenigen weichen auch von der alten Begründung ab, wo man sexuelle Erregung durch öffentliches ausziehen vermeiden wollte. Dies ist für mich ein Beispiel für eine Regel, für die wirkliche Gründe schon nicht mehr bekannt sind, an die sich trotzdem viele halten.
Die Bekleidung bei der Gymnastik soll dem Schutz vor Verletzungen dienen, was sicher eher mit Protektoren erreicht werden könnte, oder mit der Vermeidung von herumspritzenden oder herunterfallenden Schweißtropfen, was eher mit einem wasserdichten Ganzkörperkondom erreicht werden könnte. Es hilft aber nicht, Gründen zu widersprechen, wenn man eigentlich nur eine sichere Gewohnheit verteidigt und Neues fürchtet.