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Nacktfotos und deren Sicherheit

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Re: Nacktfotos und deren Sicherheit

Beitrag von NackeDuDaDei » Sa 14. Mär 2026, 02:17

Bert_ks hat geschrieben:Ich halte die Befürchtung, da würde Clouds gehackt für zu übertrieben. Für Hacker sind Kontodaten etc. interessant und nicht private (Nackt)Bilder, die habe gar keine Zeit sich das alles anzuschauen und falls Du jetzt nicht eine wirklich Berühmtheit bist, fällt Erpressung ja dann auch weg.


War's Apple, und/oder andere Firmen, die die Daten in ihrer Cloud systematisch durchsucht (und sicherlich intensiv wirtschaftlich genutzt) haben, und dabei auch nach "Kinderpornos" gesucht haben. Dann haben sie den Leuten den Zugang gesperrt, also alle Daten weg, und ich meine sie haben das auch an Behörden gemeldet, was dann erheblichste Konsequenzen für Betroffene hatten, die in vielen Fällen nicht mehr als das berühmte "Baby auf Eisbärfell"-Foto gemacht hatten.

Deshalb ist es auch eine Binse: Es gibt keine "Cloud", es gibt nur Computer anderer Leute.

Wer noch nicht paranoid genug ist: Durch den Ukrainekrieg wurde bekannt, Stichwort OPSEC, daß Geheimdienste weltweit im Rahmen ihrer stets weiter ausufernden Möglichkeiten sämtliche Bilder aller sozialen Medien sammeln und mit Bilderkennung durchforsten.

Wenn nun z.B. ein Foto von einer militärischen Einrichtung auftaucht, auf der Personen zu erkennen sind, kann man die damit abgleichen. Da hat dann irgendjemand in einem Cafe auf dem Marktplatz von XY ein Selfie gemacht oder seine Gruppe fotografiert. Im Hintergrund sind ein Dutzend anderer Leute zu erkennen, die nur zufällig auf das Bild geraten sind. Und einer dieser Leute ist der Raketenwissenschaftler, der auf dem Foto der Militäreinrichtung zu sehen war. Und schon weiß man, der wohnt in der Gegend von XY. Damit kann man dann entweder ihn oder die Einrichtung ausfindig machen.

Falls nun jemand meint, er ist ja kein Raketenwissenschaftler und damit nicht im Visier der Geheimdienste: Länderpolizeien und BKA sollen mit Palantir ausgestatte werden. Das ist eine Software, die genau das macht was ich gerade beschrieben habe. Und zwar am Ende bei Falschparkern und Schnellfahrern. Verwendet vom Dorfpolizist und der nicht verbeamteten Zettelfo^W Verkehrsüberwacherin um die Ecke. Eingeführt wird die Überwachung natürlich zunächst nur wegen "Mördern" und "Kinderschändern."

Also das Problem an Nacktfotos ist in der heutigen Zeit eher kein Obst, das man darauf erkennt (Feigen und Bananen :lol: ), sondern die Gesichter.

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Re: Nacktfotos und deren Sicherheit

Beitrag von Arno Nühm » Sa 14. Mär 2026, 09:40

Ich denke, Du bringst hier zwei völlig unterschiedliche Bedrohungsszenarien durcheinander.
Die Bedrohungen durch staatliche Akteure haben wenig mit Nacktfotos im speziellen zu tun (mit Ausnahme des skizzierten Szenarios fälschlich als Kinder- oder Jugendpornografie identifizierter Bilder), sondern mit dem generell zunehmendem Missbrauch beliebiger Daten zu Überwachungszwecken.
Die spezifischen Risiken des öffentlich Werdens von Nacktfotos sind dagegen eher gesellschaftlicher Natur.

NackeDuDaDei hat geschrieben:Stichwort OPSEC

Das wäre "Operations security". Was Du meinst ist wahrscheinlich OSINT - "Open source intelligence".

NackeDuDaDei hat geschrieben:Falls nun jemand meint, er ist ja kein Raketenwissenschaftler und damit nicht im Visier der Geheimdienste: Länderpolizeien und BKA sollen mit Palantir ausgestatte werden. Das ist eine Software, die genau das macht was ich gerade beschrieben habe.

Leider nicht völlig aus der Luft gegriffen. Siehe z.B. https://netzpolitik.org/2026/polizeigesetz-in-thueringen-das-kehrt-die-unschuldsvermutung-um/, https://www.heise.de/news/Digitale-Rasterfahndung-Justizministerium-will-biometrischen-Internet-Abgleich-11209379.html.

Aber wie gesagt, das Problem sind identifizierbare Fotos an sich, nicht Nacktheit.

NackeDuDaDei hat geschrieben:Und zwar am Ende bei Falschparkern und Schnellfahrern.

Eher wegen Beleidigung von Politikern (§188 StGB). Siehe Hamburger "Pimmelgate-Affäre" oder erst kürzlich das "Pinocchio-Verfahren" (https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-merz-und-pinocchio-wie-ein-facebook-post-einen-rentner-ins-rampenlicht-rueckte-100.html)

A.

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