Das wer eine andere Meinung hat, ist ja erst mal nichts schlimmes und zudem normal. Die Frage ist, wie man seine
andere Meinung zum Besten gibt und wie darauf dann reagiert wird, also der Tonfall untereinander.
Denn immerhin, eine Meinung ist nicht gleich zu setzen mit einer Tatsache. Meinung ist lediglich eine Vermutung der
Wahrheit.
Einer geäußerten Meinung eine andere entgegenzusetzen, ist/kann also der Beginn einer Diskussion um die Findung
der Wahrheit dienen, wenn dabei die Spielregeln des gegenseitigen Respekts beherzigt werden.
Unter einer Meinung oder Auffassung wird in der Erkenntnistheorie eine von Wissen und Glauben unterschiedene Form des Fürwahrhaltens verstanden.
Nach einer verbreiteten philosophischen Begriffsverwendung ist das Meinen ein Fürwahrhalten, dem sowohl subjektiv als auch objektiv eine hinreichende
Begründung fehlt. Dadurch unterscheidet sich das Meinen vom Glauben und vom Wissen. Von Glauben spricht man, wenn jemand eine Aussage für wahr hält,
ihre Wahrheit also subjektiv als gesichert erscheint, obwohl der Glaubende keine objektiv zureichende Begründung dafür angeben kann.Und ja, es ist schade das so mancher Meinungsaustausch entgleitet, um es mal vorsichtig auszudrücken.
