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(dezenter) Intimschmuck

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Re: (dezenter) Intimschmuck

Beitrag von Pullover » Fr 19. Jun 2026, 09:12

Hallo, ich hatte den gesamten Thread per KI analysieren lassen. Nach dieser Analyse haben sich hier drei Meinungsströmungen herausgebildet:

    1. Die Befürworter & Träger
    2. Die tolerante Mehrheit
    3. Die Traditionalisten & Kritiker

[Leider wurde mein gesamter Beitrag dazu gelöscht. Ok, er war auch recht lang.]

Am Ende meiner Google Recherche, hatte ich gefragt, wie sich wohl der Soziologe Hans Peter Duerr zu der Diskussion hier im Forum äußern würde, was er den Kritikern sagen würde. (Das ist auch eine recht gute Antwort auf eure (60er Paar) Frage.)

Die „Kritiker“, die Intimschmuck sofort als unpassende Sexualisierung verdammen, sind Gefangene des westlichen Zivilisationsmythos. Sie können das Genital nicht mehr als wertneutralen, natürlichen Teil des Körpers betrachten, der rituell oder ästhetisch verziert werden kann. Da für sie Nacktheit untrennbar mit Sex gekoppelt ist, müssen sie im Schmuck ein sexuelles Statement sehen.
Die indigenen Völker hingegen – so zeigt es Duerrs Werk – besitzen oft die viel subtilere Fähigkeit, zwischen der sozialen Funktion des (geschmückten) Körpers im Alltag und der tatsächlichen Sexualität zu trennen.

(Vorausgehend war:)
Im vierten Band („Der erotische Leib“) untersucht Duerr konkret, wie die europäische Kultur im Laufe der Jahrhunderte durch die zunehmende Verhüllung den Körper erst recht sexualisiert und erotisiert hat.
Weil im Westen alles, was unter der Kleidung liegt, tabuisiert ist, lädt sich jede Enthüllung und jede Modifikation in diesem Bereich (wie ein Intimpiercing) sofort mit einer maximalen, rein sexuellen Reizwirkung auf.
Duerr zeigt auf, dass der Westen den Körper nicht „domestiziert“ oder „zivilisiert“ hat, sondern dass unsere Sehweise durch die strikte Trennung von „öffentlich verhüllt“ und „privat nackt“ extrem neurotisch auf sexuelle Reize fixiert ist.
--- Liebe Grüße, Wilhelm.

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Re: (dezenter) Intimschmuck

Beitrag von Manix » Fr 19. Jun 2026, 14:39

HTJ hat geschrieben:Extremer Intimschmuck steht aber nun mal in der menschlichen Gesellschaft für andere Sachen. Und beim FKK heißt es nun mal:
Keine sexuellen Handlungen.

Es ist schon bezeichnend, wie manche vom Thema abweichen, nur um auch mal was zu sagen oder zu schreiben??? Extremer Intimschmuck ist nicht das Thema dieses Threads.

Ich verstehe auch nicht warum sich manche über diese Art des Schmückens aufregen oder gar dezenten Intimschmuck mit Sexualität, in welcher Form auch immer, in Verbindung bringen. Regt ihr euch auch auf über solche die einen superknappen Bikini oder Mini-Tanga tragen?

Es ist immer der Mensch, Mann oder Frau, der sexuell erregend sein kann oder sein will und nicht sein Schmuck oder seine Kleidung.

 
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Re: (dezenter) Intimschmuck

Beitrag von Eichbaum » Fr 19. Jun 2026, 14:59

Echt? Ist das so? Also, ist das so gleichzusetzen?
Wenn eine Frau einen knappen Bikini trägt, oder einen String, ist es das selbe wie wenn sich ein Mann nen zöllig Schieber an die Nudel tackert? Hätte ich nicht gedacht. Schon garnicht bei der FKK. Da sehe ich eher weniger Frauen im Bikini…

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