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Über den Nutzen von Schutzimpfungen

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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Ralf-abc » Do 11. Apr 2019, 18:32

ostfriesenpaar hat geschrieben:habe ich damit nicht behauptet.
Hast Du nicht?
Was hast Du denn behauptet, wenn Du schreibst, dass damals fast alle Kinder an Masern erkrankt sind und das schadlos überstanden haben. "Schadlos überstehen" ist nach meinen Deutschkenntnissen das Gegenteil von "gesundheitliche (Folge-)Schäden davontragen"

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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Bummler » Fr 12. Apr 2019, 08:39

In Brandenburg haben sie jetzt übrigens die Impfpflicht für Masern für Kitas eingeführt.
Witzig:
Der Antrag kam eigentlich von der oppositionellen CDU und wurde von der SPD und der Linken dann unterstützt.

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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Aria » Fr 12. Apr 2019, 12:52

Ralf-abc hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Nein, nicht deswegen, sondern weil unser Grundgesetz jedem das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit garantiert. Deshalb darf es eine Impfung nur mit Zustimmung des betroffenen geben.
Du übersiehst dabei eine Detail: die meisten Impfgegner treffen die Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen ja nicht nur für sich, sondern auch für ihre Kinder, die so eine Entscheidung noch nicht treffen können.
Ja, stimmt, aber Eltern treffen nun mal Entscheidungen für ihre Kinder in allen Bereichen des Lebens. Manche ihrer Entscheidungen können sich später als falsch herausstellen, und dennoch zieht sie deswegen niemand zur Verantwortung – nur beim Impfen soll das anders sein? Sie wären im Falle eines Falles schon genug bestraft.

 
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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Tim007 » Fr 12. Apr 2019, 13:43

Aria hat geschrieben:Ja, stimmt, aber Eltern treffen nun mal Entscheidungen für ihre Kinder in allen Bereichen des Lebens. Manche ihrer Entscheidungen können sich später als falsch herausstellen, und dennoch zieht sie deswegen niemand zur Verantwortung – nur beim Impfen soll das anders sein? Sie wären im Falle eines Falles schon genug bestraft.


Das ist wahr.

Im Übrigen:
Auch der Staat kann falsch liegen.

 

Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Ralf-abc » Fr 12. Apr 2019, 13:46

Aria hat geschrieben:Manche ihrer Entscheidungen können sich später als falsch herausstellen, und dennoch zieht sie deswegen niemand zur Verantwortung – nur beim Impfen soll das anders sein? Sie wären im Falle eines Falles schon genug bestraft.
Das gilt aber nur, so lange keine höheren Rechte getroffen sind. Das Entscheidungsrecht der Eltern hat ja durchaus seine Grenzen. Bei Vernachlässigung können Kinder Ihren Eltern ja auch entzogen werden.

Das fängt doch schon bei der Schulpflicht an. In D-Land ist Heimunterricht verboten und das wird von 99% aller Eltern akzeptiert. Und bei Eltern, die das nicht akzeptieren, versteht der Staat nur sehr wenig Spaß.

 
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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von PundV » Fr 12. Apr 2019, 14:26

Aria hat geschrieben:
PundV hat geschrieben:Wir nehmen ein paar Tote in Kauf, weil irgendwelche bildungsresistente Anthroposophen keine Ahnung haben?
Nein, nicht deswegen, sondern weil unser Grundgesetz jedem das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit garantiert. Deshalb darf es eine Impfung nur mit Zustimmung des betroffenen geben.


Geht's noch? Was ist mit der körperlichen Unversehrtheit der erkrankten, ungeimpften Kinder?

Die UNO hatte Recht, als sie letztens Impfgegner zu einer globalen Bedrohung erklärt hat.

Es gibt auch den finalen Rettungsschuss. Das heißt, wenn man konkret andere gefährdet, ist Abknallen erlaubt. DEINE FREIHEIT HÖRT AUF, WO SIE DIE FREIHEIT ANDERER EINSCHRÄNKT. Was ist daran so schwierig zu begreifen?

 
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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von PundV » Fr 12. Apr 2019, 14:28

Tursiops hat geschrieben:Ein Glück das eine erlaubte Genitalverstümmelung keine Beeinträchtigung mit sich bringt.


Dies ist tatsächlich ein großer Fehler. Hier wird der Grundgesetz mit Füssen getreten. Im konkreten Fall ging es um Muslime, aber es dürfte jedem klar sein, dass hier die Auschwitzkeule mitschwingt. "Dein Opa hat mein Opa in Auschwitz umgebracht, darum darf ich Teile vom Geschlechtsteile meiner Kinder abschneiden lassen." Leider wird auf diesem Niveau argumentiert.

 
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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von PundV » Fr 12. Apr 2019, 14:32

ostfriesenpaar hat geschrieben:
PundV hat geschrieben:Außerdem gefährden Impfgegner ihre Kinder. Das ist der Hauptgrund für eine Impfpflicht.
Dann kann ich nicht verstehen, wie unsere Generation der gegen Masern Ungeimpften das überleben konnten. Damals ist fast jedes Kind an Masern erkrankt und hat dies unbeschadet überstanden.


Ganz ehrlich: ein bißchen Bildung hilft. Ja, meistens überlebt man, sogar ohne langfristige Nebenwirkungen. Es sterben aber tausende, und das könnte man verhindern.

In den 50er Jahren, ohne Gurtpflicht, gab es ca. 50.000 Verkehrstote in Deutschland (heute ca. 2000, obwohl es viel mehr Verkehr gibt). Aber damals sind die meisten Autofahrer nicht umgekommen.

Jedes totes Kind ist ein totes Kind zu viel.

Übrigens: die, die nicht überlebt haben, können nicht mitreden.

 
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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von PundV » Fr 12. Apr 2019, 14:34

Aria hat geschrieben:
Ralf-abc hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Ja, stimmt, aber Eltern treffen nun mal Entscheidungen für ihre Kinder in allen Bereichen des Lebens. Manche ihrer Entscheidungen können sich später als falsch herausstellen, und dennoch zieht sie deswegen niemand zur Verantwortung – nur beim Impfen soll das anders sein? Sie wären im Falle eines Falles schon genug bestraft.


Unsinn. Wenn das Jugendamt mitbekommt, dass Kinder vernachlässigt werden, sexuell missbraucht werden, usw., dann wird zu Recht eingeschritten.

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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Aria » Fr 12. Apr 2019, 15:14

Ralf-abc hat geschrieben:Das fängt doch schon bei der Schulpflicht an. In D-Land ist Heimunterricht verboten und das wird von 99% aller Eltern akzeptiert. Und bei Eltern, die das nicht akzeptieren, versteht der Staat nur sehr wenig Spaß.
Die Schulpflicht berührt das Recht auf körperliche Unversehrtheit nicht. Der Vergleich geht also fehl.

Hier ein Vergleich auf dem gleichen Level: Das Haareschneiden ist im Prinzip auch eine Körperverletzung, der aber die meisten Eltern für sich und für ihre Kinder zustimmen. Gäbe es eine der Impfpflicht vergleichbare Pflicht, sich Haare schneiden zu lassen, würdest vermutlich auch du auf die Barrikaden gehen.

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