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Weltenbummler aus der Schweiz - Brigitte und Heinz

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Re: Weltenbummler aus der Schweiz - Brigitte und Heinz

Beitrag von SachsenPaar70+ » Do 26. Feb 2026, 11:05

Ich habe mir gerade die Seite der "Weltenbummler Brigitte und Heinz" durchgelesen. Was bleibt bei mir davon? Beklemmung - nichts weiter, und dies auch über manche Antwort hier. Ich weiß, dass ich jetzt so manche Kritik einstecken werde, aber dazu diskutieren wir ja schließlich auch miteinander:
Der gesamte Bericht wird von einer ganz bestimmten Aussage durchzogen: Ganz schnell Kohle anhäufen, dann nicht mehr arbeiten und nur noch genießen bis zum selbstbestimmten Ende. Dazu kommen Antworten wie "Das Recht hat jeder dazu". Stimmt das?

Menschen, die nach dem Motto leben, die Hälfte ihres Lebens nicht zu arbeiten, sind für mich Schmarotzer. Auch sie nehmen alles in Anspruch, was sie benötigen. Sie müssen sich ernähren, sie brauchen Kleidung, sie brauchen Benzin für ihr Auto oder eine Fluggesellschaft, die sie um die Welt fliegt und, und, und. Geht das alles ohne Arbeit??? Habt ihr, die das gut finden, was die Beiden gemacht haben, mal darüber nachgedacht, ob nicht auch für jeden von uns die Pflicht besteht, etwas für die Gesellschaft zu leisten???
Was diese Weltenbummler gemacht haben ist nichts weiter als nehmen ohne zu geben, rücksichtslos und schmarotzerhaft.

 
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Re: Weltenbummler aus der Schweiz - Brigitte und Heinz

Beitrag von PundV » Do 26. Feb 2026, 12:04

Schmarotzer heißt, sie hätten etwas von anderen genommen, lassen ihr Leben von anderen bezahlen, usw. Tun sie das?

Es steht jedem frei, mehr oder härter zu arbeiten und mehr Geld verdienen. Die einen kaufen sich Sachen davon, die anderen sparen und arbeiten später weniger. Andere hingegen mögen weniger Stress und vielleicht mehr Freizeit jetzt und nicht als Rentner. Wo ist das Problem?
Zuletzt geändert von Horst am Do 26. Feb 2026, 12:52, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: unnötiges Vollzitat des vorherigen Beitrages gelöscht.

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Re: Weltenbummler aus der Schweiz - Brigitte und Heinz

Beitrag von Wendelin1971 » Do 26. Feb 2026, 12:38

Die wahren Schmarotzer sind die, die nicht leisten, Arbeitsplätze und Existenzen vernichten, des schnellen, finanziellen Erfolgs wegen und dafür Millionen-Gagen kassieren (von deren jährlicher Summe man sicher mehrere 30-jährige Weltreisen finanzieren könnte).
Diese Schmarotzer geben der Gesellschaft erst Recht nichts, sie nehmen der Gesellschaft einen Teil der Lebensgrundlage und argumentieren ihre Bezüge mit fadenscheinigen Argumenten wie "Verantwortung".

Hier bin Schmarotzern" zu sprechen ist unerheblich!
Vielleicht haben sie zwischendurch zur Finanzierung von Flügen & Co. immer mal wieder kurz gearbeitet oder schlicht das Glück gehabt günstige " Mitfahrgelegenheiten" zu finden oder wirklich genug Geld zu haben.

Also, Leute haltet den Ball flach und euren Neid zurück. ;)

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Re: Weltenbummler aus der Schweiz - Brigitte und Heinz

Beitrag von Hannes 2.0 » Do 26. Feb 2026, 20:28

Ich kenne auch so ein Weltenbummler-Paar.
Sabine und Uwe waren viele Jahre meine Nachbarn, bis sie sich dazu entschlossen haben,
ihr Haus zu verkaufen, ihre sicheren und lukrativen Jobs aufzugeben um mit Fahrrädern nach und durch China zu reisen
und für den Rest ihres Lebens unterwegs zu sein. Das war 2019, dann kam das böse "C" und China sowie viele andere
Reiseziele waren für die Beiden erstmal passé.

Mittlerweile haben sie ihre Reiseträume wahr machen können und bleiben weiterhin unterwegs mit ihren Rädern.

Ich finde das einfach nur großartig und mutig von Sabine und Uwe und ich vermisse sie und ihre Dia-Vorträge im
großen Saal unseres Gasthauses, wenn sie von einer ihrer Reisen zurückgekommen waren, bevor sie hier fast alle Brücken
abgebrochen haben.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die zwei auch irgendwann selbstbestimmt aus diesem Leben gehen werden.

Ihr zwei habt meinen vollen Respekt und meine Bewunderung.

 
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Re: Weltenbummler aus der Schweiz - Brigitte und Heinz

Beitrag von Konrad R. » Do 26. Feb 2026, 20:52

SachsenPaar70+ hat geschrieben:Menschen, die nach dem Motto leben, die Hälfte ihres Lebens nicht zu arbeiten, sind für mich Schmarotzer. Auch sie nehmen alles in Anspruch, was sie benötigen. Sie müssen sich ernähren, sie brauchen Kleidung, sie brauchen Benzin für ihr Auto oder eine Fluggesellschaft, die sie um die Welt fliegt und, und, und. Geht das alles ohne Arbeit???

Ja, wenn vorher durch Arbeit ein entprechendes Vermögen aufgebaut wurde. So etwas soll es geben.
Wendelin1971 hat geschrieben:...was ist daran erstrebenswert, mit 85 sabbernd undeinnässend im Rollstuhl zu sitzen und auf den Schnitter zu warten?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das selbst einem passiert? In meinen familiären Umfeld haben bisher alle ein hohes Alter ohne dieses Schicksal erreicht.
Mein Leben ist mir wertvoll und das werde ich nicht prophylaktisch wg. möglicher von Dir beschriebener Situation vorzeitig beenden. Wenn diese eintreten sollte, kann ich immer noch entscheiden.

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Re: Weltenbummler aus der Schweiz - Brigitte und Heinz

Beitrag von ostfriesenpaar » Do 26. Feb 2026, 21:23

SachsenPaar70+ hat geschrieben:Menschen, die nach dem Motto leben, die Hälfte ihres Lebens nicht zu arbeiten, sind für mich Schmarotzer. Auch sie nehmen alles in Anspruch, was sie benötigen. Sie müssen sich ernähren, sie brauchen Kleidung, sie brauchen Benzin für ihr Auto oder eine Fluggesellschaft, die sie um die Welt fliegt und, und, und. Geht das alles ohne Arbeit??? Habt ihr, die das gut finden, was die Beiden gemacht haben, mal darüber nachgedacht, ob nicht auch für jeden von uns die Pflicht besteht, etwas für die Gesellschaft zu leisten???
Was diese Weltenbummler gemacht haben ist nichts weiter als nehmen ohne zu geben, rücksichtslos und schmarotzerhaft.


Deine Ansicht kann ich nicht akzeptieren. Die beiden haben ihr Geld verdient, davon gelebt und zum, aus ihrer Sicht richtigen Zeitpunkt ihrem Leben ein Ende bereitet.
Meine Frau und ich hatten ein ähnliches Leben, wenn auch nicht in diesem Ausmaß.
Wir waren 40 Jahre lang ein überaus glückliches Paar und sind vom Zeitpunkt unseres Kennenlernes im Alter von 16 Jahren immer viel gereist. Schon damals haben wir die Schule geschwänzt um unterwegs sein zu können.
Nach dem Studium dann haben wir immer möglichst wenig gearbeitet und waren jedes Jahr 200-250 Tage unterwegs.
Meine Frau wurde dann schwer krank und ist mit nur 57 Jahren elendig am Krebs verreckt.
Wir hatten ein wunderschönes gemeinsames Leben.
Trotz der wenigen Arbeitszeit waren wir keine Schmarotzer. Gelebt haben wir von unserem selbst verdienten Geld.
Hätten wir "solide" gelebt mit "schaffe schaffe Häusle bauen" und viel gearbeitet, wäre das Leben meiner Frau zu Ende gewesen, bevor es begonnen hätte.
Mein Leben fühlt sich seit dem Tod meiner Frau sinnlos und nutzlos an. Wenn wir es gekonnt hätten, dann hätten wir unser Leben, genau wie Brigitte und Heinz, gemeinsam beendet.

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