MarcusCologne hat geschrieben: Auffallend war, dass niemand den Bund für Leibeszucht eingetreten ist und wenn dann nur widerwillig. Dabei konnte man im Bund für Leibeszucht auch FKK machen und Spass haben. Wäre schön wenn man das differenzierter darstellen würde.
Dass die
im Film beschriebenen Vertreter der FKK mit dem "Bund für Leibeszucht" nichts zu tun haben wollten kann eigentlich kaum überraschen. Schließlich standen ihre Prinzipien (z.B., Zitat, "...Erziehen ohne Zwang und zur freien Gesinnung") zum Teil im diametralen Gegensatz zur NS-Ideologie des "Bundes für Leibeszucht", welcher eine Unterorganisation des "Nationalsozialistischen Reichsbunds für Leibesübungen" war.
Aber ja, natürlich gab es auch andere. Die FKK-Bewegung des frühen 20. Jh. bis zur Weimarer Republik deckte im wesentlichen das gesamte in der damaligen Gesellschaft existierende politische Spektrum ab, von eher linken / links-liberalen (
Adolf Koch) bis hin zu völkischen, rassistischen und nationalsozialistischen Postionen (z.B.
Richard Ungewitter). Von wüsten Esoterikern mal ganz abgesehen (
August Engelhardt).
Wobei das heute ja auch nicht
so viel anders zu sein scheint, wenn ich den Blick mal über das Forum schweifen lasse ...
A.