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Kommentar zur Nacktdemo in Berlin am 9.August 2926

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Re: Kommentar zur Nacktdemo in Berlin am 9.August 2926

Beitrag von Tom_aus_SÜW » Fr 7. Aug 2026, 12:01

@fkk-boy
Wo hast du denn diese Info her?
Die Streckenlänge beträgt noch immer über 33 km.

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Re: Kommentar zur Nacktdemo in Berlin am 9.August 2926

Beitrag von FKKAndi » Fr 7. Aug 2026, 12:02

An FKK Boy: du hast selbst schlecht recherchiert, denn die Strecke wurde um 11 Kilometer auf 33 Kilometer gekürzt.

Dann zum Kommentar in der Zeitung:

Stark zusammengefasst ist die Frau Palmer der Auffassung, dass es nicht notwendig wäre, nackt für den FKK Lebensstil zu werben bzw. demonstrieren. Das ist ihre Meinung. Ist ok.

In meinen Augen ist diese Auffassung dahingehend bedenklich, dass sie die Verhältnismäßigkeit der Aktion in Frage stellt.

Grundsätzlich muss sich jeder Demonstrierende über die Verhältnismäßigkeit seiner Handlungen Gedanken machen. Zum Beispiel wurde vor ein paar Jahren ein ehemaliger norddeutscher Umweltminister von wütenden Bauern daran gehindert, von einem Fährschiff an Land zu gehen. Die Bauern wollten damit ihren Unmut deutlich machen. Aber war das verhältnismäßig? Tendenziell nein.

Wie ist das mit dem CSD? Ist der große Umzug mit Lastwagen und wummernder Musik angemessen? Ist es angemessen und vor allem verhältnismäßig, dass queere Menschen mit Kleidchen und Schminke "aufgebrezelt" oder auch nackt für die Rechte der LGBTQ - Community auf die Straße gehen? Sie könnten doch genauso im schicken Designeranzug für ihre Rechte demonstrieren. Aber inzwischen ist bei einer großen Anzahl in der Bevölkerung durchgesickert, dass diese Menschen gerade mit ihren "Verrücktheiten" die Buntheit des Lebens widerspiegeln möchten. Und viele finden das zumindest ok und gucken sich das gern mal an.

Und wir Nackedeis? Wir könnten sicherlich in Badehose oder im feinen Zwirn für Nacktheit demonstrieren. Aber wäre das glaubwürdig? Würde uns nicht jeder bzw. ein Großteil der Unwissenden fragen, weshalb wir denn nicht nackt sind, wenn wir für Nacktheit demonstrieren?

Da liegt die Quintessenz unseres WNBRs. Wir radeln nackt für die nackte Lebensweise und wir tun es nackt für die Glaubwürdigkeit.

Die Frau Palmer hat sich sicherlich nicht viel mit FKK auseinandergesetzt. Sie meint, wir würden unsere Geschlechtsteile zur Schau stellen. Das ist natürlich abwegig. Die FKKler gucken einem anderen Nackten in die Augen und nicht in den Schritt. Und das erwarten wir auch von den Bekleideten (wohlwissend, dass diese meist in den Schritt gucken).

Einen Kritikpunkt kann ich aber in gewisser Weise teilen:

Demonstrieren wir tatsächlich für den Radverkehr und Umweltschutz? Ich denke nicht. Ich reise mit dem Auto inkl. Fahrradträger von Hamburg nach Berlin an. Das macht eine schlechte CO2-Bilanz. Mir geht es um die Lebensweise und um die Selbstakzeptanz des eigenen Körpers (Stichwort Bodyshaming) und natürlich um Toleranz. Schließlich demonstriere ich auch dafür, dass die Gesellschaft von der Sexualisierung schlichter Nacktheit wieder wegkommt. Dass Nacktheit als natürlich angesehen werden möge und nicht unmittelbar mit Sex oder gar Porno in Verbindung gebracht wird. Und dafür ist es meiner Meinung nach sinnvoll, dass wir dafür demonstrieren, dass einem nackten Menschen in die Augen und nicht in den Schritt geschaut wird und dieser nackte Mensch als Mensch wahrgenommen wird.

Die Frau Palmer hat kein Recht, darauf zu bestehen, dass alle Menschen mit Hose herumlaufen. Nein, sie muss es auch aushalten, dass es Menschen gibt, die gerne hüllenlos sein möchten. Genauso muss ich akzeptieren, dass andere Menschen lieber in grauen Anzügen oder schrillen Klamotten herumlaufen. Wenn Frau Palmer das irgendwann begreift, dann kann ich sehr gut damit leben, dass sie für sich selbst entscheidet, sie möchte nicht nackt herumlaufen oder radfahren.

Wir sehen uns am Sonntag
Andi

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Re: Kommentar zur Nacktdemo in Berlin am 9.August 2926

Beitrag von eisbaer » Fr 7. Aug 2026, 15:26

In einem liberalen Staat gibt es so einige Zumutungen, die man aushalten muss, z.B. Demonstrationen, deren Inhalt oder Form einem vielleicht nicht passen. Und das trifft nicht nur auf den WNBR zu, sondern auch auf manche rechte oder linke Demo, die durch Berlin zieht, oder auch den CSD, Motorradkorsos, Renn- und Laufevents, Open-Air-Konzerte und ähnliche Großveranstaltungen, die Lärm, Störungen, Unmut und Ablehnung hervorrufen können. Fußballfans sorgen jedes Wochenende für reichlich Belästigung (bin manchmal selbst dabei). All diese Dinge finden aber auch statt, weil Menschen sich ausdrücken und ausleben, und dabei die Zustimmung anderer finden. Niemand der unfreiwillig Betroffenen wird dabei "entmündigt". So ein Quatsch!

Die Kommentatorin kann als Journalistin gut schreiben, erklärt aber leider nicht, was am WNBR im Gegensatz zu anderen Zumutungen so schlimm sein soll. Und er wird sicher auch Zustimmung finden. Meine Meinung: Der Kommentar ist kleinkariert, spießig, polemisch und teilweise dumm. So sehe ick det.

PS: Wenn ich könnte, wäre ich am Sonntag dabei.

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Re: Kommentar zur Nacktdemo in Berlin am 9.August 2926

Beitrag von marcofredrich79 » Fr 7. Aug 2026, 15:48

Ich find den Artikel Klasse, weil auch das Werbung für unsere Sache ist. Je mehr Presse dagegen feuert, umso mehr Leute erfahren davon. Super.

Ich bin in Berlin dabei und freue mich endlich mal ein Paar Leute persönlich kennenzulernen.
https://fkkpodcast.de

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Re: Kommentar zur Nacktdemo in Berlin am 9.August 2926

Beitrag von eisbaer » Fr 7. Aug 2026, 17:06


 
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Re: Kommentar zur Nacktdemo in Berlin am 9.August 2926

Beitrag von fkk-boy » Fr 7. Aug 2026, 17:38

Tom_aus_SÜW hat geschrieben:@fkk-boy
Wo hast du denn diese Info her?
Die Streckenlänge beträgt noch immer über 33 km.


Sorry, war leider ein Irrtum. Ich habe wohl was verwechselt.

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Re: Kommentar zur Nacktdemo in Berlin am 9.August 2926

Beitrag von Ralf Sprenger » Fr 7. Aug 2026, 18:29

Hallo zusammen,
Zur Zeit sind wir mit dem WNBR-Berlin wirklich überall in in der Presse.
Rbb24, fnp, tagesschau, bz, Berliner Morgenpost...
Einfach mal googeln.

Und es sollte doch klar sein, dass es auch kritische Berichte gibt.
Das ist doch das gute an unserer Demokratie! Ich empfinde die freie Meinungsäußerung und dazu gehört auch die Versammlungsfreiheit als wertvolle Errungenschaften unserer Gesellschaft!

Nackte Grüße
Ralf

 
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Re: Kommentar zur Nacktdemo in Berlin am 9.August 2926

Beitrag von Trixi » Fr 7. Aug 2026, 19:37

Ralf Sprenger hat geschrieben:Und es sollte doch klar sein, dass es auch kritische Berichte gibt.
Ich empfinde die freie Meinungsäußerung ....als wertvolle Errungenschaften unserer Gesellschaft!

Ganz genau.

Leider müssen das einige "Super-FKKler" noch lernen, dass FKK/Nacktheit in der Öffentlichkeit nicht jedermanns Sache ist.

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Re: Kommentar zur Nacktdemo in Berlin am 9.August 2926

Beitrag von Hannes 2.0 » Fr 7. Aug 2026, 21:48

Ich persönlich finde diese Aktion absolut lobenswert und sinnvoll.
Gerade in der heutigen Zeit, wo von den Medien, speziell der Werbung die einfache Nacktheit häufig mit Sex
in Verbindung begracht wird. Der Wunsch nach natürlicher Nacktheit kommt dabei immer zu kurz.

Das so eine Aktion nicht allen gefällt, zeugt nur von unterschiedlichen Sichtweisen und Lebenskonzepten,
die nun mal in einer pluralistischen Gesellschaft üblich sind. Das ändert m.E. nichts an der Tatsache, dass
es völlig legitim ist, auf dieses ursprünglich natürliche Bedürfnis hinzuweisen.

Ein bisschen "Back to the roots" würde uns Allen ganz gut tun, glaube ich.
Und dazu gehört auch der Wunsch nach körperlicher Freiheit (hier: Nacktsein), so wie es Kinder tun,
wenn sie am liebsten nackt in der Wohnung oder unter freiem Himmel sind und man sie lässt.

Die Schranken befinden sich in den Köpfen der meisten Erwachsenen, denen man im Laufe ihres Lebens
die Freude am Nacktsein aberzogen hat!

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