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Über den Nutzen von Schutzimpfungen

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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Aria » Mo 15. Apr 2019, 11:06

Bei dieser Diskussion sollte man nicht vergessen, warum mit Verordnung reagiert werden soll auf ein Phänomen, das erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit besteht, denn bis vor ca. 10 bis 15 Jahren war die Welt auf der Impffront in Ordnung: Die Menschen haben sich und ihre Kinder impfen lassen, weil für sie der Nutzen dieser Impfungen außer Zweifel stand.

Dann jedoch kamen Berichte über die Risiken der Impfungen auf, die es zwar in sehr geringem Maße schon immer gab, aber diesmal wurden sie via Internet weiten Kreisen der Bevölkerung bekannt gemacht. Und obwohl sich bei diesen „Berichten“ um reine Fake News handelte und handelt, gab und gibt es genügend Leute, die ihnen glaubten und glauben.

Vor allem Menschen, die seit langem in Frieden leben und praktisch keinen wirklichen Gefahren ausgesetzt sind, lassen sich gern einreden, dass sie doch von Gefahren umgeben sind, selbst wenn sie sie nicht sehen. Und wenn man die „erfolgreiche“ Fake News genauer betrachtet, dann handelten sie fast allesamt von Gefahren, die im geringen Maße zwar denkbar, aber in diesen „News“ ins unermessliche gesteigert und zu „Fakten“ erklärt wurden.

Was ich sagen will: Um die Impfquote zu steigern, muss man nicht Impfpflicht einführen – schließlich ging es früher auch ohne! -, sondern verstärkt Aufklärung betreiben, denn die Wahrheit setzt sich am Ende immer durch.

 
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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Ralf-abc » Mo 15. Apr 2019, 12:04

@Aria
Der Sach nach stimmer ich Deiner Analyse zu.
Bei Deinem Lösungsvorschlag - mehr Aufklärung - würde ich Dir auch gerne Zustimmen, aber die Realität im Internet zeigt ganz klar, dass mit Aufklärung heutzutage nichts mehr zu erreichen ist.
Jeder auch nur halbwegs mit der Gabe des rationalen Denkvermögens ausgestattete Mensch sollte erkennen, dass soche Verschwörungstheorien wie Flach- bzw. Hohlkugelerde, Chemtrails etc., etc an Dämlichkeit nicht zu überbieten sind. Und trotzdem gibt es dank www immer mehr Anhänger. Von den ganzen rechten Verschwörungstheoretikern (Reichsdeppen etc.) ganz zu schweigen.
Sorry Aria, aber so viel Aufklärung kannst Du gar nicht betreiben, um zu erreichen, dass solche Vollpfosten erkennen, an was für einen Schwachsinn sie da glauben.
Um mal ein konkretes Beispiel zu nennen: konntest Du hier im Forum einen gewissen Zett jemals auch nur ansatzweise dazu bringen, dass der seine kruden Theorien mal selbstkritisch überdenkt?

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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Bummler » Mo 15. Apr 2019, 12:55

Aria hat geschrieben:Was ich sagen will: Um die Impfquote zu steigern, muss man nicht Impfpflicht einführen – schließlich ging es früher auch ohne! -, sondern verstärkt Aufklärung betreiben, denn die Wahrheit setzt sich am Ende immer durch.


Da habe ich neulich das Interview mit einem Kinderarzt gehört. Sinngemäß hat er gesagt: "Die Impfgegner sind nicht das Problem, wir erreichen die Impfgegner sowieso nicht. Wen wir aber auch nicht erreichen, das sind die Leute denen die Impfung egal ist, die keine Zeit oder keine Lust haben ihre Kinder impfen zu lassen, denen der Weg zur Wiederholungsimpfung zu lang oder zu stressig ist. Die sind das Problem, weil sie zahlenmäßig viel mehr sind als die Impfgegner."

Deshalb plädierte er auch für eine Impfpflicht, um die Gleichgültigen zur Impfung zu bekommen, die ja nicht prinzipiell gegen die Impfung sind, sondern nur denken das sie die nicht bräuchten.

Die Aufklärung kann eine solche Wirkung, wie gegenüber einer Pflicht, nicht erreichen. Das konnte sie noch nie und das sich die "Aufklärung" als Epoche durchgesetzt hat, lag nicht daran das nun alle Menschen an die Wissenschaft glaubten, sondern daran, dass von Staats wegen, die Ergebnisse in Recht umgesetzt wurden. Was man jetzt Verfassung nennt.

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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Aria » Mo 15. Apr 2019, 16:10

Bummler hat geschrieben:Deshalb plädierte er auch für eine Impfpflicht, um die Gleichgültigen zur Impfung zu bekommen, die ja nicht prinzipiell gegen die Impfung sind, sondern nur denken das sie die nicht bräuchten.
Ein paar schockierende Bilder in einer professionell aufgezogenen Kampagne würden diese Leute schon überzeugen. Leute wie Zett wird das natürlich nicht überzeugen, aber die braucht man auch nicht: Es gibt immer Leute, die den rationalen Argumenten nicht zugänglich sind oder einfach nur stur bei ihrer Meinung bleiben, weil sie zu wenig Selbstbewusstsein haben, um einen Fehler zuzugeben.

Bummler hat geschrieben:Die Aufklärung kann eine solche Wirkung, wie gegenüber einer Pflicht, nicht erreichen. Das konnte sie noch nie …
Doch, vor dem Aufkommen der Fake News hat die Aufklärung ja funktioniert. Aber ich gebe zu, das dürfte jetzt schwerer werden, weil die Gegner der Impfung skrupellos agieren und heutzutage auch eine Bühne haben, ihre Irrlehren zu verbreiten. Man muss diese Mechanismen offenlegen und zudem unablässig das Gute der Impfung herausstellen und auf früher verweisen: Zum Beispiel auf Pocken und Kinderlähmung, die durch Impfung erfolgreich zurückgedrängt oder schon ausgerottet wurden.

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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Bummler » Di 16. Apr 2019, 09:04

Aria hat geschrieben:Doch, vor dem Aufkommen der Fake News hat die Aufklärung ja funktioniert. Aber ich gebe zu, das dürfte jetzt schwerer werden, weil die Gegner der Impfung skrupellos agieren und heutzutage auch eine Bühne haben, ihre Irrlehren zu verbreiten.


Ich glaube das Problem ist nicht wie sie agieren, sondern dass sie aufgrund der Meinungsfreiheit agieren dürfen. Jeder darf soviel Unsinn erzählen wie er will. Da aber Kommunikation nicht auf der Sachebene, sondern auf der Gefühlsebene funktioniert (hast du ja oben angemerkt), kommt dieser Unsinn auch an.

Ob Wunderheiler, Naturheilverfahren. Homöopathie oder andere Pseudowissenschaften, denen selbst Grönemeyer (der Arzt) oder von Hirschhausen verfallen, dürfen publizieren, obwohl sie keine wissenschaftlichen Belege (-> Aufklärung) vorlegen müssen. Wie gesagt, gedeckt von der Meinungsfreiheit.

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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Aria » Di 16. Apr 2019, 13:32

Bummler hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Doch, vor dem Aufkommen der Fake News hat die Aufklärung ja funktioniert. Aber ich gebe zu, das dürfte jetzt schwerer werden, weil die Gegner der Impfung skrupellos agieren und heutzutage auch eine Bühne haben, ihre Irrlehren zu verbreiten.
Ich glaube das Problem ist nicht wie sie agieren, sondern dass sie aufgrund der Meinungsfreiheit agieren dürfen. Jeder darf soviel Unsinn erzählen wie er will. Da aber Kommunikation nicht auf der Sachebene, sondern auf der Gefühlsebene funktioniert (hast du ja oben angemerkt), kommt dieser Unsinn auch an.
Dann müssen auch die Vernünftigen mehr auf die Gefühlsebene achten, d.h. nicht nur mit nackten Zahlen daherkommen und ruhig mal mit berührenden Bildern von Kindern, die aufgrund der mangelnden Impfung jetzt nur noch dahinvegetieren oder Tot sind, auf die Tränendrüse drücken.

Aber keinesfalls dürfe man wegen der möglichen Verbreitung der Irrlehren Meinungsfreiheit einschränken.

 
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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von PundV » Di 16. Apr 2019, 16:04

Aria hat geschrieben:Was ich sagen will: Um die Impfquote zu steigern, muss man nicht Impfpflicht einführen – schließlich ging es früher auch ohne! -, sondern verstärkt Aufklärung betreiben, denn die Wahrheit setzt sich am Ende immer durch.


Selbst wenn, ist dies für die toten Kinder zu spät.

 
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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von PundV » Di 16. Apr 2019, 16:06

Aria hat geschrieben:]Doch, vor dem Aufkommen der Fake News hat die Aufklärung ja funktioniert. Aber ich gebe zu, das dürfte jetzt schwerer werden, weil die Gegner der Impfung skrupellos agieren und heutzutage auch eine Bühne haben, ihre Irrlehren zu verbreiten. Man muss diese Mechanismen offenlegen und zudem unablässig das Gute der Impfung herausstellen und auf früher verweisen: Zum Beispiel auf Pocken und Kinderlähmung, die durch Impfung erfolgreich zurückgedrängt oder schon ausgerottet wurden.


Die Impfgegner behaupten dann, nicht die Impfung, sondern andere Faktoren haben dazu beitragen. Die Leute kann man einfach nicht erreichen.

 
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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von PundV » Di 16. Apr 2019, 16:10

Bummler hat geschrieben:Da habe ich neulich das Interview mit einem Kinderarzt gehört. Sinngemäß hat er gesagt: "Die Impfgegner sind nicht das Problem, wir erreichen die Impfgegner sowieso nicht. Wen wir aber auch nicht erreichen, das sind die Leute denen die Impfung egal ist, die keine Zeit oder keine Lust haben ihre Kinder impfen zu lassen, denen der Weg zur Wiederholungsimpfung zu lang oder zu stressig ist. Die sind das Problem, weil sie zahlenmäßig viel mehr sind als die Impfgegner."

Deshalb plädierte er auch für eine Impfpflicht, um die Gleichgültigen zur Impfung zu bekommen, die ja nicht prinzipiell gegen die Impfung sind, sondern nur denken das sie die nicht bräuchten.


Wichtig: eine Impfpflicht erreicht zumindest die meisten Kinder der Impfgegner.

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Re: Über den Nutzen von Schutzimpfungen

Beitrag von Zett » Di 16. Apr 2019, 19:30

Wenn Aria schreibt: "Leute wie Zett wird das natürlich nicht überzeugen, aber die braucht man auch nicht: Es gibt immer Leute, die den rationalen Argumenten nicht zugänglich sind."

Dann bring ich mal ein paar "rationale Argumente", denen Ihr Blind-Impf-Gläubigen etwas zu sehr zugänglich seid:

Ich schrieb: "Liebe Impf-Jünger: erklärt doch einfach, wie es sein kann, dass nach Einführung der Massenimpfung keine der Kurven der amtlich (!!!) gemeldeten Neuerkrankungen bzw. Todesfälle einen Ausschlag nach unten gemacht hat!? Dies ist nämlich ein eindeutiger (!), wissenschaftlicher (!) Beweis (!), dass die ganzen Impfungen absolut nichts bewirken, zumindest nichts positives im Sinne von Schutz."

Dies ist die Kretchenfrage nach Sinn oder Unsinn der Impfungen. Dieser geht ihr aus dem Grund aus dem Weg, weil die Antwort Euer schönes Glaubensgebäude zusammenbrechen lässt.

Der große "Wissenschaftler" Hans H. hat da gleich noch eine andere Lösung: Er saugt sich einfach eine "Wahrheit" aus den Fingern, die ihm besser gefällt: "Da es gerade bei den Masern einen gewaltigen Einbruch der Krankheitsfälle nach Einführung der Impfungen gab, wie alle korrekt erstellten Statistiken belegen" - eine Halluzination, die man nirgendwo nachlesen kann. Das spielt aber für die Blind-Impf-Gläubigen keine Rolle. Keine Lüge ist zu groß, wenn sie nur ins eigene Impf-Religionsbild passt.

Oder wie Seelöwe dem die Krone aufsetzt: "Hans H. Hat sehr gut und wissenschaftlich fundiert klar gestellt, wie Zett manipulierten und verdrehten Zahlen („fake news“) aufgesessen ist." Mit "fake news" meint er die amtlichen Zahlen über die Neuerkrankungen und Todesfälle, andere Zahlen habe ich nicht genannt. Mit "sehr gut und wissenschaftlich fundiert" meint der die Erfindung von Hans H., die Masernfälle seien nach der Einführung der Massenimpfung zurückgegangen, nein nicht einfach zurückgegangen, sondern die Zahl sei gewaltig eingebrochen, wie "alle korrekt erstellten Statistiken belegen" (von denen er natürlich keine nennen kann, da es keine - außer in seiner Fantasie - gibt).

Wenn PundV sagt: "Die Impfgegner behaupten dann, nicht die Impfung, sondern andere Faktoren haben dazu beitragen. Die Leute kann man einfach nicht erreichen." Dann darf man keinesfalls die Zahlen anschauen, wie sich die Krankheits- und Todesfälle entwickelt haben, sonst könnte man noch vom "rechten" Glauben abkommen, denn die sind immer nach den Kriegen steil nach unten gegangen.

Ralf-abc: "aber die Realität im Internet zeigt ganz klar, dass mit Aufklärung heutzutage nichts mehr zu erreichen ist." Nein, mit Aufklärung konnte man noch nie gut Glaubensfanatismus aufrechterhalten, in diese Richtung kann man mit Aufklärung wirklich nichts erreichen.

nordnackt: "Eine Errungenschaft der medizinischen Wissenschaft und ein Segen für die Gesundheit der Gesellschaft." Das Vater-unser der Blind-Impf-Gläubigen. Man muss es sich nur täglich immer wieder ansagen - und schon ist man total überzeugt.

Aber Hauptsache man diskutiert schön weiter, als ob Impfungen schützen würden - Glauben ist alles!

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