Hannes 2.0 hat geschrieben:Vertrauen und Sicherheit, bzw. Ernsthaftigkeit kann nicht entstehen, wenn es innerhalb einer Gruppe
zu viele Mitglieder gibt, die sich im Hintergrund halten und sich nicht (mehr) am Diskurs beteiligen.
Die Frage ist, wie weit der Begriff "Mitglied" gefasst wird. Wenn du jene, die sich "im Hintergrund halten und nicht mehr am Diskurs beteiligen" mit einschließt, dann stellt sich deine Frage nach "Vertrauen, Sicherheit bzw. Ernsthaftigkeit" erst gar nicht, denn "Karteileichen" sind - aus deiner Sicht - quasi nicht (mehr) Mitglied des Forums.
"Vertrauen, Sicherheit bzw. Ernsthaltigkeit" entsteht auch nicht durch intensive Beteiligung am Forum. Es kann jemand noch so fleißig posten, Vertrauen entsteht erst durch die gemeinsame Beteiligung an Aktionen. Wenn man sich wirklich "in die Augen" blickt. Wenn man ein "reales Bild" vom Gegenüber hat.
Vielleicht sollte man ruhig einmal an die Wurzeln dieses Forums erinnern (für die Experten: andreas und witch). Es ging nicht um eine "Quaselbude", sondern es galt, Unternehmungen zu organisieren. Es war quasi ein Raum, in dem sich Aktivisten organisieren konnten. Das Forum war also kein Selbstzweck. Die Aufgabe der Organisation kann es immer noch erfüllen (z.B. im Unterforum "Unternehmungen"). "Karteileichen" stören dabei nicht.
Aber wenn man das Forum denn wrklich als "Quaselbude" - oder etwas vornehmer ausgedrückt als "Raum des Meinungsaustausches" -verstehen will, dann ist es für ein monothematisches Forum natürlich schwierig, für alle / für längere Zeiträume interessant zu sein. Irgendwann ist alles geschrieben. Das konnte man vor etlicher Zeit schön am Beispiel der Streiflichter sehen: So schrieb damals jemand, dass darin eh immer dasselbe drinstand. Das ist auch heute noch so. Er hatte also Recht. Kürzlich schrieb hier jemand: "Es ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem". Da ist es sogar verständlich, dass so mancher das irgendwie langweilig findet und sich zurückzieht.
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