Warum eigentlich immer diese dogmatische Trennung von FKK und Sex?
Nicht, daß ich beides zwingend miteinander verbunden sehe, aber, wie @Hannes 2.0 es schon sagte, es KANN zusammenhängen.
Wenn man sich etwas im Netz, in Foren und in diversen Messengern umschaut, stößt man auf eine relative Doppelmoral. Viele benutzen den "Deckmantel" der FKK zur Suche nach sexuellen Begegnungen und sexuellem Austausch der verschiedensten Arten.
Ins Detail gehen möchte ich hier jetzt nicht, ich gebe auch zu, daß ich da auch gewissen Spaß gefunden habe und mich dieser Doppelmoral, ein Stück weit, hingegeben habe. Bin halt auch nur ein männlicher Mensch mit einem gesunden Sexualtrieb.
Doch, ich verurteile niemanden, sehe gewisse Dinge fern jeglicher Dogmatik oder Ideologie und betrachte Dinge entspannt. Diese entspannte Haltung vermisse ich bei verschiedenen Forenmitgliedern - oder zukünftigen Ex-Mitgliedern.
FKK hat für mich etwas mit Toleranz zu tun und das zwingend. Aber, in unserer Gesellschaft fordern ALLE Toleranz ihnen gegenüber, sind aber nicht bereit Toleranz anderen gegenüber zu zeigen. Gleiches gilt für Respekt. Beides ist keine Einbahnstraße!
Jetzt mache ich mich sicher unbeliebt, aber das ist mir egal.
Warum wird immer das Argument angeführt, daß man Kinder vor Sexualität oder sexuellen Handlungen bewahren/schützen muß?
Kinder sind die schamlosesten (im positiven Sinne)Personen, die man sich vorstellen kann. Sie betrachten alles mit ihrer kindlichen Neugier und entdecken die Welt und sich selbst. Warum kann man ihnen dann nicht einfach erklären, was die Erwachsenen/die Eltern da, unter sich, machen?
Wenn man alles versteckt und verheimlicht erzeugt man erst den "Reiz des Verbotenen" und erlernt nicht den Umgang mit dem Erlebten/Gesehenen. Warum geht man mit dem Thema Sexualität und Sex nicht viel offener um? Kinder bekommen heute mit <10 ein Smartphone und sind schlau genug und neugierig genug sich sexuelle Darstellungen im Netz anzuschauen, wovon es genügend gibt, die nicht hinter Altersschranken verborgen sind. Warum sollten sie dann im realen Leben davon "verschont" bleiben? Wenn sie z.b.aus dem Elternhaus kennen, was sie im Netz finden, ist es sicher wesentlich unschädlicher, als wenn sie es unvorbereitet im Netz finden.
Außerdem entwickeln Kinder und Jugendliche ihre eigene Sexualität und werden von ihrem eigenen Sexualtrieb "gesteuert" und erliegen sicher auch der Versuchung sich in den sozialen Medien zu exibitionieten und treffen dort garantiert auf Spanner, Voyeure und ähnliche Klientel. Darauf sollten sie, gerade in der heutigen Zeit, vorbereitet werden und auf die Gefahren hingewiesen werden.
Wir sollten ALLE viel entspannter mit dieser Thematik umgehen. Täte uns ALLEN gut.
Ich spreche jetzt nicht von zügellosem Verhalten, überall und an jeglichem Ort. Das sollte schon der Respekt vor dem Gegenüber und die natürliche Scham eines Menschen regeln. Also, lasst den Leuten doch ihre Rückzugsorte, an denen sie sich befreit von Zügeln und Zwängen verhalten können und stigmatisiert diese dann nicht auch noch. Leben und leben lassen!