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Nackt in der Öffentlichkeit

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Trixi » Sa 11. Apr 2026, 12:02

Arno Nühm hat geschrieben:
Trixi hat geschrieben: Und der ABVer war nicht immer da oder hatte anderweitig zu tun. ;)

Wobei Jugendliche aus einem städtischen Brunnen zu scheuchen schon eine typische ABV-Tätigkeit gewesen wäre.

Na da hätte er aber eine Dauerbeschäftigung gehabt. Was im Sommer an den Brunnen los war, war schon heftig.
Heute wird man von "besorgten" Müttern oder übereifrigen und zugeknöpften Kirchenladys angeraunzt, wenn das Kind nackig am Brunnen spielt. Die Gesellschaft heute ist einfach zu verklemmt und ängstlich. Einerseits aber auch verständlich.

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von ynda » Sa 11. Apr 2026, 13:04

Trixi hat geschrieben:Solche Ängste gab es damals nicht.

Ich bin zwar Wessi, aber ich bin sicher dass es sexuelle Übergriffe auf Frauen früher auch bei euch gab.
Denn solches Verhalten liegt bei vielen Männern in der DNA, leider. Nur durfte es natürlich im damaligen
Staatsgefüge nicht sein. Also versuchte man dieses, wie so vieles andere, nicht öffentlich werden zu lassen.
Nach dem Motto: Was nicht sein darf, ist auch nicht.
Gern wurde dann natürlich, wie auch hier und sicherlich auch in vielen anderen Gegenden der Welt, eine
Schuldumkehr betrieben: "Wenn sie sich auch so anzieht, muss sie sich nicht wundern, dass man ....."
Nein Trixi, so richtig viel hat sich nicht geändert, nur ein bisschen was und dass man heut eher darüber redet.
Aber ich geb dir trotzdem teilweise recht, in Punkto Frauenrechte / gleiches Recht, etc, wart ihr u.a. deutlich weiter.

 
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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Konrad R. » Sa 11. Apr 2026, 15:17

Trixi hat geschrieben:...Kirchenladys....

Woran erkennt man die?
ynda hat geschrieben:Ich bin zwar Wessi, aber ich bin sicher dass es sexuelle Übergriffe auf Frauen früher auch bei euch gab..... Was nicht sein darf, ist auch nicht.

Danke für diesen Aspekt. Jegliche Kriminalität wurde grds. tabuisiert. Zum Thema hier:
https://www.mdr.de/geschichte/ddr/allta ... g-100.html
https://www.digitales-deutsches-frauena ... gen-frauen

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Roki » Sa 11. Apr 2026, 15:43

ynda hat geschrieben:....
Gern wurde dann natürlich, wie auch hier und sicherlich auch in vielen anderen Gegenden der Welt, eine
Schuldumkehr betrieben: "Wenn sie sich auch so anzieht, muss sie sich nicht wundern, dass man ....."
...


Es ist leider genau so. Dies stellt sicherlich ein großes psychologisches Hindernis für eine Frau dar. In Gebieten, die nicht für Nudisten reserviert sind, muss es für eine alleinstehende Frau daher nicht immer so einfach sein, nackt herumzulaufen. Aber es wäre schön, wenn es eines Tages vielleicht so wäre, und deshalb sollten wir alle diesen in Anführungszeichen gesetzten Gedanken einmal für alle Mal eliminieren können.

 
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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Trixi » Sa 11. Apr 2026, 16:40

ynda hat geschrieben:
Trixi hat geschrieben:Solche Ängste gab es damals nicht.

Ich bin zwar Wessi, aber ich bin sicher dass es sexuelle Übergriffe auf Frauen früher auch bei euch gab.

Natürlich gab es das auch. Aber ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass es nicht so häufig vorgekommen ist. Es wird immer viel behauptet und nachgesagt, aber so schlimm war die DDR nun wirklich nicht. Besonders wenn man Kind war.

 
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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Konrad R. » Sa 11. Apr 2026, 17:01

Deine Behauptung in allen Ehren, aber Zitat aus einem von mir verlinkten Artikel:
„152 Umfragebögen, anonym ausgefüllt….Insgesamt gaben 22 Prozent der Befragten an, vergewaltigt worden zu sein, 72 Prozent schildern andere Formen sexueller Belästigung. Am häufigsten werden dabei genannt: "Anfassen, Betatschen, obszöne Bemerkungen, an den Hintern fassen"….Gabriele Eßbach aus Leipzig. Sie arbeitete ab 1982 als Krankenschwester auf der Frauenstation für innere Medizin in Leipzig. Dort begegnete sie regelmäßig Frauen, die sexuelle Übergriffe erlebt hatten.“
"Schlimm" war die DDR wohl nicht, aber auch nicht unbedingt besser, wie hier gerne dargestellt.

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von ynda » Sa 11. Apr 2026, 17:07

Da wär ich nicht so sicher, denn das ist kein politisches Problem, sondern ein Männlichkeit Problem. Und diese,
die Männer, sind weltweit erst mal grundsätzlich weitgehend gleich gestrickt.
Wenn es Unterschiede von Land zu Land gibt, dann eher auf Grund entsprechend scharfer Gesetze und auf Grund
von evt. Einsicht, die aber von allein nicht so leicht kommt, die Einsicht. Da kann man schon froh sein, wenn den
Frauen auch wirklich und ernsthaft zugehört wird. Aber selbst da mangelt es, wie wir in letzter Zeit erfahren durften.
Übrigens, die Erstellung von Deepfakes ist immer noch nicht strafbar. Auch das Verbreiten ist auch keine Straftat,
sondern nur ein Vergehen, was von Betroffenen angezeigt werden muss.*
Eine schärfere Beurteilung solcher Vergehen hat der ehemalige FDP Minister Buschmann verhindert, warum wohl?!

* Ich denke irgendwer hier weiß es genauer. Hab da zwar vor kurzem was drüber gelesen, find es aber jetzt grad nicht.

 
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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von Trixi » Sa 11. Apr 2026, 17:55

Konrad R. hat geschrieben:„152 Umfragebögen, anonym ausgefüllt…

Ach, und das glaubst Du jetzt einfach so? :roll: Gott bewahre.

Das ist immer die gleiche Geschichte. Ihr von "drüben" wisst immer alles besser, glaubt blind jeder Umfrage und kennt die DDR besser als ihre Bewohner. Echt sinnlos weiter zu diskutieren. :evil:

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von rendiel » Sa 11. Apr 2026, 18:07

Trixi hat geschrieben:Das ist immer die gleiche Geschichte. Ihr von "drüben" wisst immer alles besser, glaubt blind jeder Umfrage und kennt die DDR besser als ihre Bewohner. Echt sinnlos weiter zu diskutieren. :evil:


Stimmt, während natürlich die Erinnerung einer Frau, die zur Wende gerade mal 11 Jahre alt war natürlich allumfassend sind.
Zumal heute noch über 80% der Bevölkerung die dort leben auch dort gebohren wurden.

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Re: Nackt in der Öffentlichkeit

Beitrag von ynda » Sa 11. Apr 2026, 18:44

@Trixi: In meinen Jungen Jahren gab es auch Leute, die sagten früher hat es "das " nicht gegeben, also
Mord und Totschlag, Überfaälle auf der Straße und vor allem Gewalt gegen Frauen, also Vergewaltigungen
und ähnliches. Gemeint war die Zeit im 3. Reich.
Die Wahrheit sah anders auch, ach da war ein Staat, der seinen Bürgern vorgaukelte so was gäbe es nicht
mehr seit sie an der Macht seien.
Aus persönlich gehörten und gelesenen Berichten derer, die diese Zeit als Erwachsene erlebt haben, weiß ich,
es stimmt nicht, das gab es damals auch. Nur wurde früher viel häufiger den Frauen eine "Mitschuld" gegeben,
weshalb solche Taten auch weniger angezeigt wurden. Und der damalige Staat hatte ein Interesse daran solches
zu verschweigen.
Nicht falsch verstehen, ich will die alte DDR nicht mit dem 3. Reich gleich setzen, aber die Strukturen sind die gleichen.
Und immer gilt: "Was nicht sein darf, ist auch nicht". Das gilt sogar in manchen Familien so.
Menschen sind so, ob uns das gefällt oder nicht. :roll:

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