von FNW ♫ » Mi 19. Aug 2026, 09:46
Wir verstehen diese Sorgen und Argumente.
Lasst es uns einmal gegen den Strich bürsten, aus unserem Leben erzählen und sehen, was dabei rauskommt:
Seit wir einfach nackt sind - und dabei ganz normale Sachen tun, freundlich sind, usw. stellt sich die Frage nicht.
Wir tun das, was andere auch tun, eben nackt.
Daheim sowieso, aber auch außerhalb "besonders ausgewiesener Areale" in der Natur:
Wir bringen den Müll, den andere hinterlassen haben, hinaus in den Eimer.
Wir verhalten uns achtsam, zurückhaltend, still.
Wir sind einfach eine, zwei Stunden lang da - bei jedem Wetter, täglich zwei Mal.
So hat sich die Aufmerksamkeit der Leute verschoben:
Sie nehmen uns nicht mehr als "NACKT!" wahr, sondern wissen: Ah-ja, das sind die beiden, die hier für gewöhnlich schwimmen gehen.
Unser Verhalten insgesamt hat sich dabei verfeinert.
Nur an solchen Leuten gehen wir grußlos vorbei, die klar andeuten, keinen Kontakt zu wünschen.
Ein paar Worte hier, andere da. - Haustiere einbeziehen - das wirkt am besten.
Und einen schönen Abend noch, oder einen Guten Morgen!
Wir fragen nicht mehr nach, ob "FKK populär" sei - wir machen uns keine Gedanken darüber, wie es kommen könnte, dass die "Popularität der FKK abnehme". Für uns ist dieses Leben selbstverständlich, wir wissen, wie viel Glück dabei ist, es auch in der Natur leben zu können.
Hier ist eine gewisse Tradition, dass jede/r so sein darf, wie es am angenehmsten ist: nackt oder mit 2 Schichten Badezeug.
Weil wir hier so unbekümmert sind, Handtuch an den Ast und rein ins Wasser, beginnen andere uns das nachzumachen.
Wir freuen uns, klar, doch wir thematisieren das nie: Es sind andere Dinge, die gemeinsames Interesse verdiennen: Wo sin die Biber heute, waren die Schwäne wieder da? Was ist mit all den Zigarettenkippen, sogar jetzt noch, nach dem Waldbrand, der durch Zigarettenasche entstand und 18 Hektar Auwald - die Heimat von Tausenden Tieren - zerstörte...
Und "Wie weit geht es noch?, sobald das Wasser wieder kühl wird.
Schönen Tag.
Guten Abend.
Hallo Ihr!
Na, wart Ihr wieder schwimmen?
Alle Achtung ... bei der Temperatur.
NORMALITÄT ist der Schlüssel.
Nackt im Auto? Nicht normal, aber die beiden wollen ja wieder nur zum Schwimmen. Winken. Anhalten, wenn die Hunde auf der Gasse herumwuseln.
Die sind freundlich, die sind in Ordnung.
Es geht nicht um FKK und die Akzeptanz von "Frei-Körper-Kultur".
Es geht darum, was Leute selber daraus machen.
Das Optimale, bleibt zu erwarten.
Dann ist Akzeptanz auf ganz anderen Ebenen automatisch gegeben.
Also:
FKK mit Hauptgewicht auf Kultur, weniger auf frei, noch weniger auf Körper - denn Körper sind wir ohnehin alle.
Nehmt es - oder übergeht es, wie Ihr mögt. Oft ist das Ignorieren anderer Modelle auch ein gewisser Selbstschutz, nichts an der eigenen Einstellung ändern zu müssen. Auchg das ist okay, bloß soll es nicht durch ständige Wiederholung (ohne zu klagen, oder doch mit Bedauern, aber eben festgefahren) zur künftigen Norm werden.
Nicht sich rechtfertigen, nicht zusammenzucken, sondern die gewonnene Freiheit - zur Erleichterung aller - einfach behutsam leben.
Das fällt nur dann schwer, solange wir - als "zahlenmäßige Minderheit" - davon ausgehen, dass "FKK" erst durch andere "toleriert" oder "erlaubt" werden möge (oder gar das Ersuchen um Erlaubnis - oder das Demonstrieren - eine Bedingung für Akzeptanz sei).
Wer aus der "numerischen Mehrheit" fragt jemals nach, ob das Tragen von Gewand "toleriert" oder "erlaubt" werden möge?
Viele Grüße aus Wien!