@ Bummler
Ja weil diese Freiheit nicht existiert, obwohl sie so glorifiziert wird.
Dieser deiner Meinung kann und will ich nicht beitreten. Freiheit ist vorhanden und will gestaltet werden.
Wir sind nicht frei, sondern von Zwängen umgeben.
Wenn du das Wort Zwänge durch Verpflichtungen ersetzt, dann bin ich bei dir.
Um die Sicherheit der Existenz zu bekommen, gibt man seine Freiheit auf.
Welche Freiheit gibst du auf? Du begibst dich freiwillig in ein Vertragsverhältnis. Du bietest deine Arbeitskraft, dein Wissen und deine Fähigkeiten an und wirst hierfür entlohnt. Mit dem Erlös deiner Arbeitsdleistung kannst du dann selbst bestimmen, was du damit machst.
Freiheit bedeutet nicht Bindungslosigkeit, denn Bindungslosigkeit ist Chaos. Freiheit bedeutet "Bindung an ...". Erst diese Bindung ermöglicht dir ein planvolles, zielgerichtetes und selbstbestimmtes Leben. Bei einem chaotischen Leben weisst du ja selbst nicht, was du in den nächsten 10 Minuten machen oder lassen willst. Du treibst dann völlig Ziel- und Orientierungslos durchs Leben.
Ein Ausspruch der FDP macht dir das Problem der Freiheit evtl. deutlich. Dieser lautet: "So viel Staat wie nötig, so wenig Staat wie möglich!" Auch die Freiheit braucht Regeln. Aber in der Freiheit ist nicht alles geregelt.
Nun hatte man ja mal die Illusion, das mit einer demokratischen Gesellschaft auch die Freiheit Einzug hält.
Alles quatsch. Selbst die politische Freiheit ist eine Illusion.
Hier habe ich mehr den Eindruck, dass du den Begriff der Freiheit in einer demokratischen Gesellschaft nicht richtig verstanden hast. So wie du in deinem privaten und öffentlichen Leben nicht alles so gestalten kannst, wie es dir gerade gefällt, so kannst du im politischen Leben, gleich ob kleine oder große Politik, nicht alles alleine bestimmen und regeln. Und ich habe dieses Problem ja schon aufgezeigt, wie Rousseau in seinem Buch: "Emil oder Über die Erziehung" 1762 die Erziehung zur Freiheit beschrieb, nämlich mit dem Beispiel des Beschneiden eines Baumes. Würde dieser Baum nicht beschnitten, so könnte er sich nämlich nicht richtig entwickeln, weil jeglicher Wildwuchs dem Baum Raum und Kraft nehmen würde.
Du verwendest hier den negativen Begriff "Mutlose". Diejenigen aber die Du als mutlos darstellst, sehen sich ganz anders, nämlich als die Guten, als die Bewahrer.
Nein, das was du beschreibst sind die Konservativen. Die Mutlosen sind die Menschen, die schon gerne etwas anders machen wollen, sich aber nicht dazu trauen. Denn ein Jeder, der aus der Masse heraustritt, wird von der Masse verfolgt und kritisiert. Da hält man sich lieber bedeckt und mault mit den Anderen, um ja nicht aufzufallen. Was glaubst du, wie oft ich diesen Mutlosen schon angeboten habe, sie mitzunehmen. Sie lehnten es ab, aus Sorge, dann ebenfalls in die Kritik geraten zu können. Der Konservative hat eine Haltung und Einstellung, die dieser vertritt. Der Mutlose hat keine Haltung und Einstellung, er meint ja nur.
Bei allem was wir so für uns aus den allgemeinen Menschenrechten ableiten, ...
Je bombastischer die Ableitung, desto Größer die Schwäche in der Argumentation.

Wieso dass? Nun ja, allgemeine Normen werden durch spezielle Normen verändert, eingeengt oder gar aufgehoben. Und dieses ist in allen Rechtssystemen so, anders geht es nämlich nicht.
Aber lassen wir uns jetzt nicht in eine rechtstheoretische Diskussion einsteigen, bleiben wir beim Thema und kehren dorthin zurück. Denn eine positive Bekleidungspflicht als solches gibt es grundsätzlich nicht bzw. nicht mehr. Die Bekleidungspflicht gibt bzw. gab es nur negativ (also nur in Verboten). Jetzt könntest du kontern und mir sagen, ich würde hier Blödsinn erklären. Denn die Badeordnungen schreiben ja eine Badebekjleidung in öffentlichen Bädern vor. Ja, das ist richtig so. Aber die Badeordnung ist hier eine spezielle Ordnung, denn sie gilt ja nur für die Nutzung der öffentlichen Bädern.