hajo hat geschrieben:Wieso implizierte ich, wenn ich etwas problemlos mache, es sollten andere auch so können, entzieht sich aber nun komplett meinem Verständnis.
Jetzt habe ich den Satz 15-mal durchgelesen. Irgend etwas stört mich grammatikalisch, aber ich kriege einfach nicht raus was.
Da unterstelle ich dir in der Tat eine gewisse Absicht, die der Diffamierung meinerseits dienen soll.
Du bist ja ein Blitzmerker. Mitunter habe ich allerdings unterschwellig das Gefühl, dass dies auf Gegenseitigkeit beruht.
Nur mal eine kleine Erläuterung:
Ich habe in meinem Leben eine Menge Menschen kennengelernt, die alles möglich ziemlich problemlos machten und offenbar konnten. Da hab ich nicht selten bewundernd daneben gestanden. ICH konnte das nicht!
Viele von denen taten so, als sei ihr Können das Normalste von der Welt.
ICH konnte es dennoch nicht; oder nicht annähernd so gut.
Das verstehe ich. Das wird mir von anderen Menschen auch öfter gesagt, also dass sie das nicht könnten, was ich kann.
Das ist wohl genetisch bedingt. Der Eine ist von der Natur üppig ausgestattet, also physisch und intellektuell, der Andere widerum ....
Wieso es "klar ist", mit einer Aussage ZU MIR implizierte ich, es sei anderen ebenso leicht möglich, kann ich nicht im Ansatz verstehen. So ein Gedanke ist mir weder bei der Formulierung des von dir zur Diffamierungen herangezogenen Satzes noch jetzt beim Nachdenken darüber gekommen.
Aber das wird wohl entweder an meiner Blödheit oder Unverfrorenheit liegen...
Denn du bist ja absichtsfrei. Daher auch die Wiederholung, vermute ich.
Da habe ich mal drüber nachgedacht. Also wenn ICH jetzt hier was schreibe, dass ich dieses oder jenes so oder so tue, also eine Aussage formuliere, dann gibt es ja theoretisch tatsächlich zwei Möglichkeiten, nämlich erstens, das man diesem Tun nacheifert oder zweitens, eben nicht.
Zumindest gehe ICH aber davon aus, dass wenn mir ein Sachverhalt gelingt, dann könnte es anderen auch gelingen, da ich nicht denke, dass ICH etwas Besonderes wäre. Jede Aussage zu irgendeinem Tun verstehe ich also als Tipp anderen gegenüber, es doch auch mal zu versuchen. Klar steht hinter der "Aussage" immer auch die Absicht andere von der Richtigkeit einer Lebensart zu überzeugen, weil man selbst natürlich glaubt, das man richtig lebt, denn sonst würde man ja nicht so leben, wie man eben lebt.
Deshalb ist mir DEINE Aussage, dass du nur unverbindlich einen Sachverhalt darstellst ohne weitere Absicht, einigermaßen unverständlich. Wenn Du dann auch noch vertiefst, dass du mitunter gar nicht das könntest, was andere könnten und schon deshalb nicht erwarten würdest, das andere das nachtun was du kannst, obwohl du selbst ja Dinge tust, die andere widerum nicht tun, dann bin ich etwas ungläubig darüber.
Deshalb auch meine Stichelei, die selbstverständlich nicht absichtsfrei erfolgt, sondern zur Hervorhebung meines Unglaubens.
Ich hoffe das ich mich verständlich ausgedrückt habe.
Oder anders ausgedrückt, um mal konkret zu werden und beim Thema zu bleiben:
Ich glaube nicht das Sexualität in der Öffentlichkeit in absehbarer Zeit irgend eine Normalität wird, auch wenn ich glaube das sexuelle Aktivitäten in der Öffentlichkeit (Strand, Fußgängerzone) keinen Schaden anrichten, weder bei Erwachsenen noch bei Kindern.
Insofern sehe ich die Diskussion über die Sexualität an FKK-Stränden als müßig an, da diese für mich genauso eine Öffentlichkeit sind wie Textilstrände oder Fußgängerzonen.
Diese Tabuisierung der Sexualität, genormt durch das Strafgesetzbuch, erzeugt in mir aber keinen Widerspruch, da ich nackt eben auch nicht unweigerlich und zwanghaft sexuell aktiv sein muss. Insofern sehe ich keinen Sinn darin sexuelle Aktivitäten am FKK-Strand zu tolerieren, nur um besonders liberal zu gelten. Im Gegenteil ich sehe die Gefahr, dass die Frivolen mit ihrer Unfähigkeit Nacktheit von Sexualität zu trennen, meine von der Gemeinschaft gestattete Freiheit nackt baden zu können, gefährden.
Wenn also jemand die erotische Komponente ausleben möchte, dann soll er dies nicht hier in einem Forum der Nackten propagieren, sondern in einem Forum zu den Strafgesetzen. Das wäre der Ansatzpunkt um eine gesellschaftliche Toleranz seiner Natur zu erreichen. Ich werde einen Teufel tun und die Schweinereien hinter den Dünen weder gut heißen noch für deren Normalität plädieren. Wir haben schon genug Probleme mit der Invasion von Textilen in die FKK-Bereiche, da brauchen wir nicht noch welche.
Wenn sich die Frivolen profilieren wollen, dann sollen sie doch nackt am Textilstrand rumspringen, da können sie als Märtyrer etwas für die Nackten tun.